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M. Grandjean
Bibliothèque de l'Université de Liège, Catalogue des Manuscrits

Liège 1875 , VII/589 S., und 3 Faksimiles., Leinen
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Ergänzungen
Beschreibung

Beigebunden ist: STRASSINNE, JOSEPH, ANNEXES AU CATALOGUE DES MANUSCRITS DE LA BIBLIOTHÈQUE DE L'UNIVERSITÉ DE LIÈGE. Liège 1904. 72 S.

Georg bzw. Georges Schmitt (1821-1900) ist ein ›Grenzgänger‹ zwischen deutscher und französischer Musik. 1844 wanderte er nach Paris aus, wo er als Organist und Reformer der Kirchenmusik mehr als ein halbes Jahrhundert lang die Entwicklung der französischen Musik in einer ihrer dynamischsten Phasen erlebte.

Als Organist an der grandiosen Orgel von Saint-Sulpice fand er eine prestigeträchtige Bühne für sein Wirken in der Kirchenmusikreform, veröffentlichte Bücher über das Orgelspiel und zahlreiche Zeitschriftenbeiträge. Als Komponist von Opern, Chorsymphonien und Kantaten vermochte er sich hingegen nicht durchzusetzen.

In seiner künstlerischen Laufbahn spiegeln sich die politischen und kulturellen Entwicklungen seiner Zeit. Nach 1871 wurde er zum Verlierer der Rückbesinnung der französischen Musik auf ihr nationales Erbe, während er in Deutschland als »französischer Komponist« in Zeiten der »Erbfeindschaft« auf Ablehnung stieß und in seiner Heimatstadt Trier auf den »Sänger des Moselliedes« reduziert wurde.

Schmitts Leben ist paradigmatisch für die Ebene der Musikkultur unterhalb der ›großen Meister‹, die als ›Basis‹ zunehmend das Interesse der Historiographie findet.