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Henrik Karge
Die Genese der modernen Kunstgeschichte im 19. Jahrhundert
Schnaase - Kugler - Burckhardt - Semper.

2022, 700 S., Hardcover
Reihe: Studien zur Kunstgeschichte, 200
ISBN: 978-3-487-15560-9
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Beschreibung
Fachgebiete

Die Kunstgeschichte als moderne Geisteswissenschaft ist um die Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden. Zwar spielen Reflexionen über historische Phänomene bereits in der älteren Kunstliteratur eine bedeutende Rolle, doch wurde die „allgemeine Kunstgeschichte“ als systematische Disziplin erst ab 1830 von Karl Schnaase und Franz Kugler begründet und von Jacob Burckhardt modifiziert. In ihren großen Handbüchern der Kunstgeschichte entwickelten Kugler und Schnaase in unterschiedlichen, sich ergänzenden Konzeptionen das Repertoire der Methoden und Begriffe, mit denen man großenteils noch heute arbeitet. Mehr noch: Sie schufen erstmals eine Kunstgeschichte in globalen Dimensionen, während Gottfried Semper in seinen Schriften ein alternatives Konzept universaler Designgeschichte entwickelte – in all diesen Entwürfen sind Fundamente der aktuellen Global Art History zu entdecken.
Die Genese der modernen deutschsprachigen Kunstgeschichte einschließlich der Architekturgeschichte in den mittleren Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts wird nun erstmals ins Zentrum eines umfangreichen Bandes gerückt, in dem die biografischen Verflechtungen der Protagonisten quellenreich nachgezeichnet und ihre Hauptwerke analysiert werden; dabei kommen auch mehrere andere Autoren, wie Carl Friedrich von Rumohr, Wilhelm Lübke, Anton Springer und Carl Justi, zur Sprache. Behandelt werden die politischen und literarischen Verbindungen der frühen Kunstgeschichte sowie ihre Wechselbeziehungen mit Philosophie, Geschichtswissenschaft und den Naturwissenschaften. Der Band ist als ein Netz von Studien konzipiert, die teils neu entworfen, teils aus publizierten Texten weiterentwickelt und vielfältig aufeinander bezogen wurden. Das Forschungsfeld wird zusätzlich durch eine umfassende Bibliografie erschlossen.