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Malte Sachsse
Menschenbild und Musikbegriff
Zur Konstituierung musikpädagogischer Positionen im 20. und 21. Jahrhundert.

2014, 494 S., mit 1 Abb., Hardcover
Reihe: Folkwang Studien, 14
ISBN: 978-3-487-15194-6
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Beschreibung
Fachgebiete

Musikpädagogisches Denken richtet sich auf das Verhältnis zwischen Menschen und Musiken in der Absicht, es zu verändern und zu „verbessern“. Um dies zu können, muss es komplexe Zusammenhänge handhabbar machen: Es entwirft Bilder als integrale Vorstellungen einer kulturellen, sozialen und anthropologischen Gegenwart und setzt sie mit Bildern von einer wünschenswerten, idealen Zukunft in Beziehung.
Der Prozess der Genese von und der Arbeit mit derartigen Bildern von Menschen und Musiken wird in diesem Buch insbesondere anhand ausgewählter musikpädagogischer Konzeptionen beschrieben und kritisch reflektiert. Dabei wird gezeigt, auf welche Weise systematische Entwürfe von Zielen, Inhalten und Methoden diese Vorstellungen zu einem engen Geflecht aus wissenschaftlichen Analysen, lebensweltlichen Annahmen und impliziten Normsetzungen verdichten.
Die Kenntnis dieser Vorgänge sowie zentraler Motive der Genesis und Verbreitung bildhafter Entwürfe von Menschen und Musiken könnte ein kritisches Verständnis früherer wie gegenwärtiger musikpädagogischer Ansätze orientieren und darüber hinaus neue Perspektiven für zukünftige konzeptionelle Überlegungen entstehen
lassen.

Es liegt in der Natur einer Rezension, nur einige Schwerpunkte setzen zu können.
Nachstehend seien wenigstens die weiteren musikpädagogischen Konzepte genannt, denen
sich Sachsse – gleichbleibend intensiv – zuwendet: „Der Erfahrungsbegriff bei Richter und
Rolle“; „Rauhes/ Reineckes/Ribkes ‚Hören und Verstehen‘“; „Werner Janks Konzeption des
‚Aufbauenden Musikunterrichts‘“; „Zur anthropologischen Dimension der musikalischen
Neurobiologie-Rezeption bei Wilfried Gruhn“; „Christian Harnischmachers ‚Subjektorientierte
Musikerziehung‘“ sowie Stefan Orgass’ „Entwurf einer Kommunikativen Musikdidaktik“.
Albrecht Goebel (üben und musizieren 5/2015)