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Oliver Huck
Das musikalische Drama im 'Stummfilm' - Oper, Tonbild und Musik im Film d'Art

2012, X/354 S., mit Notenbeispielen und 35 Film-Abb., Hardcover
ISBN: 978-3-487-14846-5
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Beschreibung
Fachgebiete

Die Analogiebildung zwischen einem von Musik begleiteten Stummfilm und der Oper ist in Europa eine vor allem deutsche Perspektive. Sie ist ohne Richard Wagners Konzeption des musikalischen Dramas als Gesamtkunstwerk nicht denkbar.
Wenn die Oper vielfach zum Vergleich herangezogen wurde, obwohl Gesang zur Begleitung von Filmen (wie etwa in den Tonbildern und Lichtspielopern) eine Ausnahme bildete, so weil eine Reihe von frühen Filmen auf Sujets zurückgreift, die durch die Oper bekannt waren. Jene Filme, die direkt auf Opern rekurrieren, prägen einen Rezeptionsmodus kompilierter Filmmusik als ein Netz intertextueller Verweise aus. Sie leisten damit ebenso wie jene Films d’Art, die sich nach dem Vorbild der Oper der Vermarktung einer Medienkombination aus Klavierauszügen originaler komponierter Filmmusik, Libretti und Leitmotivtafeln bedienen, einen zentralen Beitrag zur Herausbildung eines künstlerischen Films als „Gesamtkunstwerk“.

Sechs exemplarische Studien zur Musik in Filmen, die auf Wagners Musikdramen, Gounods 'Faust' und Bizets 'Carmen' sowie den Opern des Verismo basieren, sowie zu den Anfängen der musikalischen Begleitung des künstlerisch ambitionierten Films in Frankreich, Italien und Deutschland werden durch eine kurze Geschichte der Oper im frühen Film und einen Ausblick auf „Kino-Bilder“ und Musik bei Wagners Erben abgerundet.

--- Stimmen zum Buch---

"Hucks kenntnisreiche Spurensuche verhilft sowohl Cineasten als auch Musikhistorikern zu einem überraschend neuen Blick auf die Beziehung zwischen zwei normalerweise auf unterschiedlichen kulturellen Stilebenen angesiedelten Umgangsformen mit Musik. Seine Arbeit zeigt in den intermedialen Bezügen bislang weitgehend vernachlässigte Kontinuitäten auf, die noch in den frühen Tonfilm hinein weiterwirkten und in der Filmmusik erst nach 1950 zunehmend von der Orientierung an anderen musikalischen Stilbereichen wie etwa der Popmusik abgelöst wurden." (Markus Bandur, http://info-netz-musik.bplaced.net)

"Die vorliegende Studie ist eine insgesamt sehr überzeugende Arbeit, die eine große Forschungslücke schließt und Nachfolgestudien auch für andere Filmnationen finden möge." (Hanna Walsdorf, Die Musikforschung 67. Jg. 2014, Heft 4)

"Im Kontext des Dreiecks Medialität - Perfomativität - Werk, das sich hier eröffnet, sind weitere spannende Studien denkbar. Huck liefert ein unverzichtbares Grundlagenwek, das die Filmmusikgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt einer solchen Konstellation ansiedelt." ( Anno Mungen, Musiktheorie, 30. Jg, Heft 4, 2016)