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Über den Verlag


Wolfgang Hirschmann (Hrsg.); Bernhard Jahn (Hrsg.)
Johann Mattheson als Vermittler und Initiator
Wissenstransfer und die Etablierung neuer Diskurse in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

2010, 514 S., mit zahlreichen Abb., Leinen
ISBN: 978-3-487-14453-5
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Beschreibung
Fachgebiete

"Wer sich ernsthaft mit Matthesons Musik und mit seinen zahlreichen Publikationen auseinandersetzen will, wird auf lange Zeit an diesem Sammelband nicht vorbeikommen, da er eine beeindruckende Zusammenschau all dessen bietet, was musikwissenschaftliche Gelehrsamkeit in den letzten Jahrzehnten ermittelt hat." (Werner Keil, Die Musikforschung 2/2013)

"In den insgesamt 26 Beiträgen, die allesamt anregend sind und das Wissen zu Mattheson und seinen Schriften teilweise beträchtlich erweitern, entsteht ein anschauliches Bild von Mattheson und seiner Lebenswelt in der Wirtschafts-, Medien-, Diplomaten- und Musikmetropole Hamburg (…) Insgesamt ist so ein überaus lesenswerter Band entstanden, der inhaltlich, methodisch und von seiner gediegenen Ausstattung überzeugt, und der in seiner weitausgreifenden Konzeption für die Erforschung der Musik- und Kulturgeschichte des 18. Jahrhunderts von grundlegender Bedeutung ist." (Martin Loeser, Die Tonkunst, Okt. 2012, Nr. 4, 6. Jg.)

„[D]ie Beiträge […] sind durchgängig gut lesbar, beschäftigen sich oft erstmals mit neu erschlossenem Material und leisten somit wichtige Beiträge zur Grundlagenforschung nicht nur der Musiktheorie, sondern auch des frühaufklärerischen Diskurstransfers.“
(Zeitschrift für Germanistik 3/2011, Nicolas Detering)

"Der Band stellt Mathesons Bestreben detailbewusst vor und kann so helfen, das weit verbreitete Unwissen über Mattheson zu korrigieren." (Rainer Goede, www.kirchenmusik.de)

"Demjenigen, der sich diesen Autor und sein Werk umfassend erarbeiten möchte, ist unbedingt zu empfehlen, den Sammelband und die Nachlass-Edition im Zusammenhang zu lesen, denn, wie schon angedeutet, die beiden Bände kontextualisieren sich wechselseitig (…) In den beiden hier angezeigten Bänden wird in vorbildlicher Weise das Werk eines Autors erschlossen, den man viel zu lange auf eine seiner zahlreichen Aktivitäten eingeschränkt hat, der nun aber als der überaus vielseitige Gelehrte wiederentdeckt werden kann, der er wirklich war." (Frieder von Ammon, Arbitrium, Bd. 33, Heft 2/2015)

Die Beiträge dieses Bandes rekonstruieren die kulturgeschichtliche Position des Hamburger Musikers und Gesandtschaftssekretärs Johann Mattheson in interdisziplinärem Zugriff unter einer Vielfalt an Perspektiven. Damit wird die in der bisherigen Mattheson-Forschung etablierte Konzentration auf den Musiktheoretiker aufgesprengt. Ziel des Bandes ist es stattdessen, den ganzen Mattheson – der insgesamt gut 130 Schriften publiziert und zahlreiche Kompositionen verfasst hat – in den Blick zu bringen.
Das bedeutet nun allerdings nicht, den Musiktheoretiker zu verabschieden und ihn durch den Publizisten, Theologen oder Moralisten zu ersetzen. Um die Gemeinsamkeiten der vielfältigen Tätigkeiten Matthesons als Publizist, Komponist, Musikästhetiker, Moraltheologe, Übersetzer und Diplomat modellieren zu können, wird in dem Band eine Ebene der Kommunikation und Vermittlung vorgeschlagen, die unter dem Begriff des „Kulturtransfers“ gefasst wird. Vor diesem Hintergrund wird die Funktion Matthesons als die einer Vermittlerfigur in vier Abschnitten dargestellt: Mattheson und die Hamburger Publizistik, Mattheson und der Transfer literarischer Modelle, Mattheson und die Musik sowie Mattheson und die Wissenschaften.
Der Sammelband steht in Zusammenhang mit dem gleichnamigen DFG-Projekt der Herausgeber an den Universitäten Magdeburg und Halle-Wittenberg. In dem Projekt ist auch der in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg liegende Nachlass Matthesons in der bibliothekseigenen Handschriftendatenbank HANS erfasst worden, auf die über das Internet zugegriffen werden kann.

Der Editionsband mit den wichtigsten Texten aus Matthesons Nachlass wird 2014 erscheinen:
Wolfgang Hirschmann, Bernhard Jahn (Hg.)
Johann Mattheson: Texte aus dem Nachlass
2014. 400 S. Leinen.