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Bernd Dörflinger (Hrsg.); Günter Kruck (Hrsg.)
Über den Nutzen von Illusionen
Die regulativen Ideen in Kants theoretischer Philosophie.

2011, 164 S., Englische Broschur
Reihe: Studien und Materialien zur Geschichte der Philosophie, 81
ISBN: 978-3-487-14574-7
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Beschreibung
Fachgebiete

Das denkende Ich als einfache Substanz, das Weltganze und Gott sind nach Kant bloß Gegenstände von Ideen. Zwar muss Vernunft diese
Gedankendinge denken, doch wenn sie ihre Ideen als Begriffe von wirklichen Dingen behauptet, also etwa behauptet, die Existenz Gottes zu erkennen, dann macht sie sich Illusionen. - Und doch sind diese Ideen, durch die Vernunft in Schein und Täuschung geraten kann, nicht überflüssig. Denn neben dem illegitimen transzendenten haben sie nach Kant auch einen guten Gebrauch. Es ist ihr regulativer Gebrauch als Ideen, die die immanente empirische Erkenntnis auf Erkenntnisgewinn und systematische Einheit hin orientieren. Die Beiträge dieses Bandes verdeutlichen Kants Konzeption der regulativen Ideen theoretischer Vernunft, entwickeln ihre Implikationen und erwägen ihre Tragfähigkeit.

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The thinking self as simple substance, the universe and God are, according to Kant, nothing but the subjects of ideas. Admittedly reason must think these thought entities, but when it claims that its ideas are concepts of real things, claiming for example that it can recognise the existence of God, then it is creating illusions. – And yet these ideas, which can cause reason to become ensnared in illusion and deception, are not superfluous. For alongside their illegitimate transcendental function they have, Kant says, a positive function. It is their regulative use as ideas which orientates immanent knowledge towards the gaining of knowledge and systematic unity. The essays in this volume clarify Kant’s conception of the regulative ideas of theoretical reason, developing its implications, and assessing its capacity.