Programm
eBooks
Open-Access
Service
Über den Verlag


Eva Krüger
Bilder zu Goethes „Faust“: Moritz Retzsch und Dante Gabriel Rossetti

2009, 180 S., mit 7 farbigen und 79 s/w-Abb.
Reihe: Studien zur Kunstgeschichte, 179
ISBN: 978-3-487-13994-4
Lieferbar!

39,80 EUR
(Preis inkl. Umsatzsteuer zzgl. Versandkosten)
Lieferzeit beträgt innerhalb Deutschlands bis zu 7 Arbeitstage / außerhalb Deutschlands bis zu 14 Arbeitstage


 

Beschreibung
Fachgebiete

"Die Studien der Autorin erweitern die Kenntnisse zum Bereich der 'Faust'-Illustrationen und sind ein wesentlicher Beitrag zur Rezeption nazarenisch geprägter deutscher Kunst in Großbritannien." (Hermann Mildenberger, Goethe-Jahrbuch, 128. Bd./2011)

"Positiv hervorzuheben sind insbesondere Krügers Einzelanalysen der Werke 'Faust and Margaret in Prison' von 1856 und 'Lady Lilith' aus dem Jahr 1868. Hier gelingen der Autorin neben einer ausgewogenen und gut recherchierten Vergleichsbasis gut beobachtete und klar argumentierende Aussagen über das Figuren- und Frauenverständnis Rossettis in der Darstellung Gretchens und Liliths sowie die Ambivalenz von Schuld, Verführbarkeit und Verrat in der Kerkerszene (…) Krüger (hat) eine kenntnisreiche Studie vorgelegt, die im Bereich der 'Faust'-Illustrationen einige dunkle Stellen der wissenschaftlichen Landkarte zu tilgen weiß." (Anja Schürmann, www.sehepunkte.de, 10/2010, Nr. 4)

„Recht interessante und geistreiche Umrisse zu Faust“, so charakterisierte Goethe in einem Brief an seinen Verleger Cotta die Illustrationen des Dresdner Porträt- und Historienmalers Moritz Retzsch (1779–1857) zu seiner Tragödie. Die Zuspitzung zu einer Liebesgeschichte mit Gretchen als Opfer bedingte vor allem in England eine positive Rezeption der Umrisszeichnungen. In der Figur Gretchens sah man eine andere Clarissa Harlowe, Samuel Richardsons verführte Unschuld in dessen gleichnamigem Roman. Einzelne Zeichnungen wurden zur Folie für die Beschäftigung Dante Gabriel Rossettis (1828–1882) mit „Faust“.
Die vorliegende Studie stellt zum ersten Mal alle im Zusammenhang mit Faust entstandenen Werke Rossettis vor, darunter überwiegend Zeichnungen und als Höhepunkt das Gemälde „Lady Lilith“, das sich vom Text völlig löst. Bis 1846 kreist Rossetti um die Dimension des Unheimlichen, in den Jahren danach fokussiert sich sein Interesse auf die inneren Konflikte Gretchens. Die letzte Phase steht im Zusammenhang mit der Entdeckung der „femme fatale“. Rossetti verschränkt seine Frauendarstellungen mit seinen eigenen Lebensumständen. Die Frau, Hure und Hexe, wird zur Projektionsfläche für Männerängste und Männerlüste, eine Dimension, die schon bei Goethe angelegt ist.