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Victor Kommerell
Metamorphosed Margins
The Case for a Visual Rhetoric of the Renaissance Grottesche under the Influence of Ovid's Metamorphoses

2008, 248 S., mit 115 Abb.
Reihe: Studien zur Kunstgeschichte, 173
ISBN: 978-3-487-13693-6
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Beschreibung
Fachgebiete

Um 1480 kam das Renaissance-Ornament der Grottesken aus der Grotte in Rom zum Vorschein – von den in der verschütteten Domus Aurea gefundenen antiken Wandmalereien inspiriert. Zur gleichen Zeit nahm die Leserschaft der Metamorphosen Ovids in Italien und Europa rapide zu. Genutzt als primäre Quelle für Geschichte(n) und Bedeutung all’anticha, nährten die Metamorphosen die künstlerische Vorstellungs- und Aussagekraft der Grottesken-Kompositionen und Einzelmotive für einen großen Teil ihrer 200-jährigen Lebensdauer. Dieses einzigartige Ornament verbreitete sich europaweit in vielerlei Gattungen und wurde im 18. und 19. Jahrhundert wiederbelebt. Im Rinascita-Italien waren die ornamentalen ‘Ränder’ Bestandteil eines größeren Phänomens, des ‘Paganen Traums’. Die Metamorphosen, auch andere mythologische Handbücher, beflügelten die Künstler und bildeten die ‘Brille’, durch welche die Auftraggeber die Grottesken betrachteten. Sie ‘sahen’ in den ornamentalen Rändern unsichtbare ‘concetti’, die auch Kernstoff der Metamorphosen-Handlungen waren: Die Gesetze der Natur, Zeiten und Zyklen, Liebe und Leidenschaft.
Anhand von noch heute bestaunbaren 7 Fallstudien stellt der Autor dar, was die ‘Grottesche’ ihren Zeitgenossen im 15. und 16. Jahrhundert bedeuteten. Der Hamburger Forscher Victor Kommerell lädt Kunst- und Kulturhistoriker, Italienliebhaber und Kulturreisende ein, die so oft ignorierten ‘Ränder’ zu besuchen.