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Paul König
Gonzague de Reynold - Der europäische Gedanke

2003, 402 S., mit 32 Abb.
ISBN: 978-3-487-11740-9
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Beschreibung
Fachgebiete

"Dem Autor (... ) ist es als Verdienst anzurechnen, dem großen Schweizer Gelehrten und Kulturhistoriker konservativer Prägung, Gonzague de Reynold, mit vorliegendem Band gebührende Würdigung zu erweisen, indem er in einer zeitgeschichtlich einfühlsamen Synopsis sowohl Persönlichkeit als auch - anhand sorgfaltig gewählter Belegstellen - Geist und Vielseitigkeit des umfassenden Gesamtwerks nachzeichnet und damit dem Leser nahe bringt...Der Band vermittelt insgesamt eine einprägsam ,ganzheitliche' Zusammenschau, indem der Autor nicht bloß eine sorgtaltig aufbereitete Biographie und Werkdokumentation bietet, sondern etwas auch vom Geist dieses großen europäischen Denkers durchklingen lässt, womit er ihm...ein zugleich bleibendes literarisches Denkmal zu setzen vermochte. Eine für den interessierten Leser jedenfalls zu empfehlende, geistig in hohem Grade bildende und profund ,europäische Kost'." (Zeitschriftfür Ganzheitsforschung, Neue Folge, 48. Jg., Wien, IV/2004)

Gonzague de Reynold (1880–1970), der bedeutende Autor, Patrizier und Hochschullehrer von Fribourg, war ein Klassiker des Föderalismus. Das gilt nicht nur für die kulturhistorische Beschreibung, sondern auch für seine personalistische Philosophie von Gemeinschaft und Geschichte, die nicht nur zur Vergangenheit, sondern auch zu einer freien und keineswegs reaktionären Zukunft hin offen ist. Er versteifte sich weder auf das Nur-Regionale, noch, in den Dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts, auf berufsständische Ideen. Er kämpfte für den christlichen Staat in der Schweiz und in Europa, den er durch die Totalitarismen der Zeitgeschichte gefährdet sah. Sein Buch „L’Europe tragique“ von 1934 wurde in ganz Europa gelesen. Es war eine aufrüttelnde Besinnung, zugleich Anpassung und Widerstand.
Im Zeichen eines gewissen Verzichts auf politische Wirksamkeit steht die große föderalistische Besinnung der sieben Bände des Spätwerks „La formation de l’Europe“, erschienen 1942–1957. Diese Analysen und Synthesen über die Prähistorie, über die Griechen und ihr geistiges Nachleben im Hellenismus, über den Beitrag Roms, der Kelten und Germanen, auch der Russen zur Bildung Europas sind eine große Leistung zur Kulturgeschichte und Philosophie Europas. Zugleich war dieses auch schriftstellerisch hervorragende und einnehmende Spätwerk eine Art eurozentrisches Gegengewicht zu Toynbees weltweiter „Study of History“. Der Schlußband „Le toit chrétien“ krönt das europäische Haus. Dessen Baugedanken nachvollziehend zeigt dieses Buch die bleibende Bedeutung des Schriftstellers Gonzague de Reynold.