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Pascal Nicklas (Hrsg.); Angelika Hoffmann-Maxis (Hrsg.)
Körper / Sprache - Ausdrucksformen der Leiblichkeit in Kunst und Wissenschaft
Herausgegeben von Angelika Corbineau-Hoffmann und Pascal Nicklas.

2002, 336 S., mit 24 Abb.
Reihe: Echo - Literatur im interdisziplinären Dialog, 1
ISBN: 978-3-487-11682-2
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Beschreibung
Fachgebiete

Die Ausdifferenzierung unserer Lebensformen hat uns von den körperlichen Ursprüngen unserer Kultur immer weiter entfernt. Doch ist die kulturelle Praxis auch ein Instrument der Bewahrung. Die vielfältige Präsenz der Ausdrucksformen von Körperlichkeit ist Gegenstand einer Bestandsaufnahme, die die Bedeutungsdimensionen des kulturellen Körpers zu erschließen sucht.

Inhalt:
Angelika Corbineau-Hoffmann und Pascal Nicklas, Einleitung ·Hans-Ulrich Cain: Herkules Farnese – ein müder Heros? · Kurt Sier, Der Körper als Zeichen in der griechischen Philosophie · Ortrun Riha, Psychosomatische Dichtung oder: Von der Metapher zur Krankheit · Ludwig Stokkinger, Leib, Sprache und Subjekt unter der Folter. Beispiele aus der deutschen Literatur des 17. Jahrhunderts · Mario Zanucchi, Aspekte der Dialektik zwischen Physis und Logos in den Fragmenten des Novalis · Angelika Corbineau-Hoffmann, Text-Corpus und Körperdiskurs. Zum Verhältnis von Leiblichkeit und Sprache in Oscar Wildes Salomé · Hans-Christian von
Herrmann, Am Leitfaden des Leibes. Zur Entliterarisierung des Theaters um 1900 · Frank Zöllner, Sexualität und Leiblichkeit bei Paul Klee · Wolfgang Ratzmann, Evangelischer Gottesdienst und Leiblichkeit · Ilse Nagelschmidt,
An Leib und Seele krank sein – die Autorin Brigitte Reimann ·Thomas Naumann: „leib eigen & fremd“. Körper in Texten der „Prenzlauer Berg Literatur“. Drei Beispiele · Pascal Nicklas, Der Leib als Projekt. Literarische
Präsentationen des Körpergefühls.



In der Reihe „Echo“ sollen Studien erscheinen, die literaturwissenschaftlich ausgerichtet, aber auf den Dialog mit anderen Disziplinen hin angelegt sind – sei es, dass sie ihn selbst schon enthalten, sei es, dass sie ihn, durch ihre
Schnittstellen, initiieren. Die Dialogfähigkeit der Literaturwissenschaft findet ihren Grund im Gegenstand selbst. Literarische Werke sind nicht in den Grenzen ihrer ,Literarität‘ befangen; schon der Prozess ihrer Entstehung und
zumeist auch die Geschichte ihrer Rezeption beweisen, dass politische und sprachliche Grenzen, aber auch die Abgrenzungen der Disziplinen dem offenen Polysystem ,Literatur‘ keine Beschränkungen auferlegen. Für die
immer stärker bemerkbare Annäherung der Literaturwissenschaften an die Dialogizität ihres Gegenstandes soll „Echo“ als Forum des interdisziplinären Austausches dienen.
Die Konzeption der Reihe ist durch Offenheit geprägt; sie verschreibt sich nicht bestimmten Schulen oder Methoden, ist aber auch kein Tribut an eine Mode, die flächendeckend Interdisziplinarität fordert und dabei die Besonderheit der Disziplinen tendenziell zur Disposition stellt. Sie folgt vielmehr einem Konzept von Literatur, das dem Kunstwerk, als „opera aperta“ verstanden, einen Dialog über die Grenzen der akademischen Disziplinen hinaus eröffnet: Auch der nicht fachlich vorgebildete Leser ist damit angesprochen.