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Julius Bahnsen
Der Widerspruch im Wissen und Wesen der Welt. Princip und Einzelbewährung der Realdialektik
2 Bde.

Berlin 1880 und Leipzig 1882 , Reprint: Hildesheim 2002. Mit einem Vorwort zur Neuausgabe von Winfried H. Müller-Seyfarth, LXIX/965 S., Leinen
ISBN: 978-3-487-11746-1
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Band 1. Berlin 1880. Reprint: Hildesheim 2002. Mit einem Vorwort zur Neuausgabe von Winfried H. Müller-Seyfarth. XXXVI/462 S. Leinen. ISBN 978-3-487-11747-8
Band 2. Leipzig 1882. Reprint: Hildesheim 2002. Mit einem Vorwort zur Neuausgabe von Winfried H. Müller-Seyfarth. XXXIII/503 S. Leinen. ISBN 978-3-487-11748-5

Julius Bahnsen (1830-1881) gilt als Begründer der Charakterologie als Wissenschaft und einer real-dialektischen Methode der philosophischen Reflexion. Diese variierte Bahnsen in den unterschiedlichsten Versionen, die dann in dem zweibändigen Hauptwerk Der Widerspruch im Wissen und Wesen der Welt (1880/82) kulminierten. Nach seinem Studium der Philosophie in Kiel und Tübingen promovierte Bahnsen 1853 bei Fr. Th. Vischer mit einem Thema aus der Ästhetik; der Inklination gemäß wird Bahnsen von Arthur Schopenhauer angeregt und sein Philosophieren beschäftigt sich mit der Suche nach einem Weltbild, das den absoluten Pessimismus als Endergebnis hat. Dieses real-dialektische (nicht-logische) System will die logischen Elemente Hegelscher Dialektik nur im Bereich des Abstrakten gelten lassen, und die Schopenhauersche Willensmetaphysik grundiert alles Erkennen. Mit dem Willen stellt Bahnsen in seiner Realdialektik den Widerspruch auf die gleiche Stufe, und die realdialektische Entzweiung, die „nichts will als Nicht-Wollen“, spaltet den all-einen Willen Schopenhauers nicht nur in sich, sondern außer sich in eine Vielheit von Einzelwillen. Das Logische erhält seine Wirkungsstätte im Bereich des Denkens, nicht im Bereich der Wirklichkeit.
Julius Bahnsen ist der konsequenteste der Voluntaristen. Die von ihm inaugurierte Realdialektik erhöht die philosophisch-pessimistische Weltanschauung dadurch, dass er eine Erlösung der ewigen, ungeheuren, widerspruchdurchzogenen Vielfältigkeit der unzähligen Willensatome oder auch „Willenshenaden“ negiert und die Permanenz der Existenz des Widerspruchs als Grundwesen der Welt postuliert.