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Georg Friedrich Meier
Über die Unsterblichkeit der Seele
(1) Gedancken von dem Zustande der Seele nach dem Tode (2) Vertheidigung seiner Gedancken vom Zustande der Seele nach dem Tode
Herausgegeben von Corey Dyck.

Halle 1749/1748 , Reprint: Hildesheim 2018. Mit einer Einleitung von Corey W. Dyck, 508 S., Leinen
Reihe: Christian Wolff, Gesammelte Werke, III. Abt.: MATERIALIEN UND DOKUMENTE, 155.1
ISBN: 978-3-487-15727-6
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Beschreibung
Fachgebiete

Meiers Gedancken von dem Zustande der Seele nach dem Tode verdienen einen prominenten Platz unter den Abhandlungen über die Unsterblichkeit der Seele in der deutschen Philosophie des 18. Jahrhunderts, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Wolff’schen Tradition rationaler Psychologie. In ihrer Ausdrucksqualität verblassen die Gedancken nicht neben Mendelssohns Phädon und könnten sogar mit Kants Diskussion im Paralogismen-Kapitel seiner Kritik der reinen Vernunft in Bezug auf die Kühnheit ihrer Argumentation und ihre philosophischen Strenge verglichen werden. Die Gedancken trugen wesentlich zu Meiers wachsendem Ruf als Denker bei und halfen ihm, aus dem Schatten seines berühmten Kollegen an der Friedrichs-Universität in Halle, Christian Wolff, herauszutreten; auch provozierten sie bei ihren Kritikern detaillierte Antworten und ließen Meier selbst, der der Anstiftung und Unterstützung von Freigeistern beschuldigt wurde, zum Gegenstand offizieller Ermittlungen werden. Meiers Gedancken stellen somit ein Werk von zentraler Bedeutung innerhalb seines eigenen philosophischen Korpus und in der Geschichte der deutschen rationalen Psychologie des 18. Jahrhunderts überhaupt dar.