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Claudia Bertling Biaggini
Sebastiano del Piombo - Felix Pictor
Raum, Zeit und Klang in Bildern der Memoria.

2016, 264 S., mit 54 Abb., Hardcover
Reihe: Studien zur Kunstgeschichte, 206
ISBN: 978-3-487-15420-6
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Beschreibung
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Sebastiano Luciani, genannt Sebastiano del Piombo, wurde um 1485 in Venedig geboren und starb 1547 in Rom. Nach seiner Ausbildung als Maler in der Werkstatt Giovanni Bellinis und Giorgiones erlebte Sebastiano die Initiationsphase des neuen Raumverständnisses in der Kunststadt Venedig unmittelbar mit. Dort machte er sich zunächst als Musiker einen Namen, wird aber in einem Lobgedicht seiner Fresken in Rom, wohin er im Jahre 1511 gewechselt war, als glücklicher Maler – felix pictor – bezeichnet. Nach dem Tod Raffaels galt er dort als bedeutendster Porträtist seiner Zeit. Unter dem Einfluss Michelangelos und dem Kreis der Spiritualisten entwickelte er in der Reformzeit eine neue Bildästhetik. Dabei war sein Kunstbegriff an die musikalische Form der Elocutio geknüpft – so das Ergebnis der vorliegenden Untersuchung.

Im Prozess künstlerischer Formbildung entstand mit dem Maler Sebastiano del Piombo ein ästhetisches Konzept von Dauerhaftigkeit und Transformation. Hier ergeben sich deutliche Parallelen zu den Memorialkompositionen Johannes Ockeghems, wie die Autorin aufzeigen kann. Auf der Basis neuer Raum- und Zeitvorstellungen gipfelt die Malerei Sebastianos im klanglichen Memorialbild. Diese neue Bildgattung mit Erinnerungscharakter bereitet die Klanggemälde Caravaggios und weiterer Nachfolger vor.