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Bernhard Schirg
Die Ökonomie der Dichtung
Das Lobgedicht des Pietro Lazzaroni an den Borgia-Papst Alexander VI. (1497). Einleitung, Interpretation, kritische Erstedition und Kommentar.

2016, 518 S., mit 19 Abb., Paperback
Reihe: Noctes Neolatinae, 26
ISBN: 978-3-487-15414-5
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Beschreibung
Fachgebiete

Der an der Universität von Pavia lehrende Rhetorikprofessor Pietro Lazzaroni (ca.1420 – ca.1500) zählt zu den produktivsten Autoren neulateinischer Lobgedichte der italienischen Renaissance. Im Zentrum dieser Studie steht sein umfangreichstes Gedicht, das er 1497 dem berüchtigten Borgia-Papst Alexander VI. (1492 – 1503) widmete. Eine kritische Edition und ein ausführlicher Kommentar machen den bisher unerforschten Text erstmals zugänglich. Eine archivbasierte Analyse des historischen Kontexts beleuchtet die Rolle, die dem Gedicht als Präsent im angespannten Verhältnis zwischen dem Herzogtum Mailand und Rom zukam. Zugleich wird rekonstruiert, wie Lazzaroni das Werk 1497 in Rekordzeit vollendete, damit sein oberster Dienstherr Ludovico Sforza es im angestrebten Widmungskontext platzieren konnte. Welche Methoden effizienter Textproduktion wendete der Routinier an, um mehr als 2100 Hexameter rechtzeitig zu liefern? Wie verhalten sich Text und Codex zu Lazzaronis 35 früher gewidmeten Gedichtpräsenten? Die Arbeit stellt die Frage nach der 'Ökonomie der Dichtung' und eröffnet damit eine neue Perspektive auf die Praxis panegyrischer Textproduktion.