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Martin Grabow
Erfindung – Recycling – Neukomposition
Untersuchungen zur inneren Verflochtenheit des Lebenswerks von Pierre Boulez am Beispiel der 'notations'.

2016, 364 S., mit 63 Notenbeispielen., Englische Broschur
Reihe: Mannheimer Manieren - Musik + Musikforschung - Schriften der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim, 3
ISBN: 978-3-487-15366-7
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Beschreibung
Fachgebiete

Die einzelnen Werke Pierre Boulez’ sind durch offene oder verborgene Querverweise Teil eines faszinierenden Beziehungsgeflechts. Dieser bislang wenig beachtete Aspekt seines Schaffens und die dafür charakteristischen Kompositions- und Bearbeitungstechniken stehen im Fokus der vorliegenden Analysen und Quellenstudien.
Im Laufe seines Lebens kommt Boulez unter sich wandelnden ästhetischen Prämissen auf die 1945 komponierten 'douze notations pour piano' zurück. Während er 1957 Teile des zunächst unveröffentlichten Jugendwerks unbemerkt als Fundus für 'Pli selon pli' und für eine Hörspielmusik nutzt, wendet er sich ihnen ab 1970 offen zu, und die aufwändigen Neukompositionen als 'Notations pour orchestre' wachsen sich zu einem der Hauptprojekte des reifen Komponisten und erfahrenen Dirigenten aus. Die Bearbeitung – vorher Mittel zum Zweck – ist zum Selbstzweck geworden und die Selbstbezüglichkeit – vorher im Verborgenen – zum Kennzeichen seines Œuvres.
Mit dieser Entwicklung scheint Boulez ganz zu sich selbst zu finden: Zentrum seines Komponierens war immer das – im weitesten Sinne – „Bearbeiten“ von Vorhandenem und nicht die Erfindung ex nihilo.



---STIMMEN ZUM BUCH---

„Grabows Forschungsarbeit kann nicht hoch genug eingeschätzt werden - zumal es ihm gelingt, ganz offensichtliche Querverbindungen aus neuartiger, sehr detail- und kenntnisreicher Perspektive darzustellen, vor allem aber bislang unbekannte Zusammenhänge aufzudecken und zu bewerten (…) Grabow hingegen verfolgt einen musikanalytischen Ansatz, der uber die Chronologie der Kompositionen hinausweisend die Verflechtungen im Schaffensprozess offenzulegen vermag und so für die Analyse des Werks von Pierre Boulez neue Maßstäbe setzt.“ (Birger Petersen, Die Tonkunst Nr. 2, Jg. 11/2017)