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Claudia Hanisch
Proust im Zeichen der Zukunft: Zur Modellierung ästhetischer Dispositive der historischen Avantgarde in "À la recherche du temps perdu"

2016, 240 S., mit 36 farbigen Abb.
Reihe: Romanistische Texte und Studien, 10
ISBN: 978-3-487-15485-5
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Beschreibung
Fachgebiete

Marcel Prousts "À la recherche du temps perdu" als bedeutendstes Romanwerk des 20. Jahrhunderts gründet im Wesentlichen auf dem Prozess der Erinnerung und entwirft insofern eine der Vergangenheit zugewandte Perspektivik. Obschon der Roman also dem Prinzip der Erinnerung verpflichtet ist, lässt die Poetik der "Recherche" Züge der historischen Avantgarde erkennen, welche auf die Integration anderer ästhetischer Dispositive wie Malerei, Musik oder Photographie bei Proust aufmerksam machen.
In diesem Sinne betrachtet die vorliegende Studie Prousts Écriture aus einer deutlich zukunftsorientierten Perspektive: Von der Bewunderung für moderne Technik und Geschwindigkeit sowohl in Gemälden als auch in literarischen Zeugnissen der Kubisten und italienischen Futuristen, über den radikalen Wandel in der Musik von Igor Strawinskys epochalem "Sacre du Printemps" von 1913 als künstlerischer Vorbote eines neuen Zeitalters bis hin zu den dichterischen und bildnerischen Œuvres der surrealistischen Bewegung, offenbaren sich bereits Ansätze in der Recherche, die auf vergleichbare Art und Weise die historische Avantgarde bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in ihren Künsten realisiert.