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Bianca Sukrow
Der Fall des Falles
Literarische Phänomene in psychiatrischen, neurowissenschaftlichen und autobiografischen Fallgeschichten.

2015, 376 S., Englische Broschur
Reihe: Germanistische Texte und Studien, 95
ISBN: 978-3-487-15378-0
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978-3-487-42167-4
 

Beschreibung
Fachgebiete

"Sukrow brilliert mit ,induktiven Einzelanalysen', die strukturelle Aspekte in ihrer Verschränkung mit narrativen, stilistischen und semantischen Besonderheiten, so in der Einleitung nachzulesen, detailliert darstellt. Dies gelingt ihr gleichzeitig mit synthetischem Zugriff und so, dass ihre Texte nicht selten packend zu lesen sind (…) Alles in allem hat Bianca Sukrow eine hervorragende Dissertation vorgelegt. Ihr ist ein breites Publikum zu wünschen, das sich dazu inspirieren lässt, die analysierten Werke zu lesen und die hier erzielten Ergebnisse weiterzudenken." (Anne Amend-Söchting, literaturkritik.de)



Die Fallerzählung erlebt derzeit eine Renaissance: Namhafte Neurowissenschaftler, Psychiater und Therapeuten veröffentlichen die Geschichten ihrer Patienten, und auch die Betroffenen selbst greifen zur Feder. Aber warum eigentlich? Welche Funktion haben Fallgeschichten in den jeweiligen Disziplinen heute? Was genau kann eine Fallerzählung, das ein Fachtext nicht zu leisten vermag? Von welchen Schreibtraditionen werden Fallgeschichten bestimmt und welche Erscheinungsformen haben sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt? Wie sind Fallgeschichten gestaltet? Was macht stilbildende Fallgeschichten aus, die über Fach-, Kultur- und Mediengrenzen hinaus wirken? Und kann mit Hilfe literarischer Verfahren vielleicht sogar neues medizinisch-therapeutisches Wissen erzeugt werden?
Auf der Suche nach Antworten verbindet Bianca Sukrow in ihrer Studie literaturwissenschaftliche, medizinhistorische und medientheoretische Ansätze. "Der Fall des Falles" lädt den Leser zu narratologischen Spaziergängen durch diverse Fallgeschichten ein und stellt zugleich das erste interdisziplinäre Übersichtswerk zur Fallgeschichte dar.
Die behandelten Autoren: Hermann Argelander, Ernst Augustin, Axel Brauns, Stefan Brunnhuber (et al.), Helmut Dubiel, Maria Erlenberger, Sigmund Freud und Joseph Breuer, Susann Heenen-Wolff, Alexander Lurija, Gerd Overbeck, Vilayanur Ramachandran und Sandra Blakeslee, Oliver Sacks, Peter Sloterdijk, Natascha Wdowin, Cameron West, Dwascha Wiechowski und Irvin Yalom.