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Bruno Pieger (Hrsg.); Bertram Schefold (Hrsg.)
"Kreis aus Kreisen"
Der George-Kreis im Kontext deutscher und europäischer Gemeinschaftsbildung.

2016, 664 S., mit 23 Abb., Hardcover
Reihe: Germanistische Texte und Studien, 96
ISBN: 978-3-487-15411-4
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Beschreibung
Fachgebiete

Der so berühmte wie einflussreiche Kreis um Stefan George war kein homogenes Gebilde. Er setzte sich aus verschiedenen Kreisen zusammen und lebte lange über den Tod des Dichters hinaus in Filiationen fort. Der 2009 verstorbene Philosoph Manfred Riedel hatte in seiner geschichtlichen Auseinandersetzung mit dem George-Kreis dafür die Formulierung „Kreis aus Kreisen“ gefunden. Sie weist in einen mehrfach gebrochenen Zusammenhang zwischen Kunst und Leben und fragt nach der Dynamik und Struktur entsprechender Kreisbildungen. Freundesrunden galten von jeher als die maßgebliche und nobelste Art, das Netz der Gesellschaft zu knüpfen, so in der griechischen Polis, der höfischen Kultur des Mittelalters oder in den christlichen Gemeinden. Unter den Vorzeichen der Moderne erwiesen sich oft die Wenigen als Hüter dieses Grundphänomens.
Der vorliegende Sammelband geht auf zwei einschlägige Fachtagungen zurück. Dabei wechseln empirische Forschung, historische wie sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Darstellung und philosophische Durchdringung einander ab. Ein neues Licht fällt auf beispielhafte Realisierungen in Deutschland und Europa seit 1890 und gewährt Einblicke auch in bislang nicht oder wenig bekannte Unterkreise und Personen, die sich von Stefan George inspiriert fühlten.

STIMMEN ZUM BUCH
"Bestimmt man, wie es häufig geschieht, Form und Inhalt als wesentlich für Stefan George, sein Leben und seine Lyrik, so kann schließlich das Fazit gezogen werden, dass die vorliegende Aufsatzsammlung beiden Merkmalen entspricht. Hinsichtlich der Form sei nur auf die qualitativ hochwertigen Abbildungen zu den Aufsätzen von Christian Baudisch oder Konrad Adam, auf das verwendete Papier und den eleganten, lesbaren Stil der Beiträge hingewiesen. Inhaltlich werden sich sicherlich manche Leser an so manchen Aussagen, die dem heutigen Zeitgeist fremd sind, stören. Dennoch gilt es festzuhalten, dass die Aufsätze fast ausnahmslos zum Nachdenken anregen und somit den geistigen Horizont erweitern, weshalb dem Band insgesamt eine große Leserschaft zu wünschen ist." (Franz Sz. Horvath, http://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=23248)