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Paul Bekker
Kritische Zeitbilder
Gesammelte Schriften, Bd. 1. Mit einer Einleitung zum E-Book von Andreas Eichhorn.
Mit einer Einleitung von Andreas Eichhorn.

Berlin 1921. , Hildesheim 2014, 336 S., Ebook
Reihe: OLMS ONLINE MUSIK - Grundlagenbibliothek zur Musikwissenschaft
E-Book
ISBN: 978-3-487-42112-4
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Buch
978-3-487-31162-3
 

Beschreibung
Fachgebiete

Paul Bekker (1882-1937) war zwischen 1910 und 1925 der einflussreichste deutschsprachige Musikpublizist. Die sprachliche Brillanz seiner Texte, die Plastizität und Unkonventionalität seiner Thesen erschlossen sich einen Leserkreis, der weit über das engere musikalische Fachpublikum hinausging. Bekkers publizistische Aktivitäten fallen in eine Zeit, die sich als gravierende kulturelle Umbruchsphase des frühen 20. Jahrhunderts darstellt. Theodor W. Adorno bezeichnete ihn als den gescheitesten Musikkritiker in Deutschland zwischen den beiden Kriegen.
Bekker prägte während seiner Tätigkeit an der Frankfurter Zeitung (1911–1924) maßgeblich das Berufsbild des professionellen Musikkritikers, und er setzte sich nicht nur emphatisch für die neue Musik – für Mahler, Hindemith, Krenek, Schönberg, Schreker ein, sondern stellte als Publizist, enger Berater Kestenbergs und Intendant zweier Preußischer Staatstheater (Kassel, Wiesbaden) seine ganze Persönlichkeit in den Dienst des Aufbaus moderner, demokratischer Strukturen für die Kultur. Bekker war eine zentrale Figur im Musikleben der Weimarer Republik. Nach seiner Entlassung aufgrund der jüdischen Herkunft im Jahre 1933 emigrierte er in die USA. Geistig fühlte er sich zeitlebens dem ethisch-humanitären Gedankengut der Aufklärung verbunden.

Der Band ist in drei große Kapitel aufgeteilt: Das „erste bringt Charakteristiken von Persönlichkeiten und Werken“, das „zweite zeitgeschichtliche Betrachtungen“, das „dritte ästhetische Auseinandersetzungen. Zusammengefasst umschließen sie das gesamte Gebiet, das dem Kritiker der Tageszeitung zur Verfügung steht.“ Zweifellos bilden die Beiträge, die im Kontext der Auseinandersetzung mit Hans Pfitzner entstanden sind – darunter vor allem der bereits 1917 „im Felde“ geschriebene Aufsatz „Erfinder und Gestalter“, der Pfitzner zu seiner Schrift Die neue Ästhetik der musikalischen Impotenz. Ein Verwesungssymptom? provozierte – das Zentrum dieses Bands.