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Philipp Stoeckle
Subjektive Dialekträume im alemannischen Dreiländereck

2014, XVI/574 S., mit 112 farbigen und 52 s/w Abb. und Karten., Hardcover
Reihe: Deutsche Dialektgeographie, 112
ISBN: 978-3-487-15164-9
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Beschreibung
Fachgebiete

Während sich die klassische Dialektforschung mit objektiven Belegen für die geographische Distribution sprachlicher Phänomene beschäftigt, verfolgt diese Studie den Ansatz einer Dialektologie aus der Sprecherperspektive. In der Untersuchung wird den Fragen nachgegangen, wie die Bewohner im grenzübergreifenden alemannischen Dialektraum ihre dialektale Umgebung wahrnehmen und welche Bedeutung der Dialekt für die regionale Identität besitzt.
Die Analysen der "Mental Maps" von über 200 Informanten erlauben einerseits einen differenzierten Einblick in die Strategien der subjektiven Dialektraumkonstruktion, die sich dabei häufig als überindividuell erweisen und sich meist an räumlich-strukturellen (u.a. landschaftlich-topographischen, territorialen, konfessionellen oder politischen) Faktoren orientieren. Andererseits lässt sich der in der objektiven Dialektologie oftmals prognostizierte Abbau kleinräumiger Dialektstrukturen auch an den Vorstellungen der Sprecher selbst ablesen.
Methodisch schlägt die Arbeit Brücken zur Humangeographie und zur Geographischen Informationswissenschaft und entwickelt dabei Analyseverfahren, die bisher in der Sprachraumforschung nicht verfügbar waren.

---Stimmen zum Buch---

„Stoeckle hat mit dieser Arbeit eine ganz ausgezeichnete Studie vorgelegt, die hoffentlich Anregung und Orientierung für viele weitere Studien sein wird, die sich mit eben diesem methodischen Instrumentarium und sprachtheoretischen Hintergrund an die Arbeit machen, regional- und lokalbezogenes linguistisches Laienwissen zu erheben. Stoeckle verbindet zudem in glänzender Weise Ansätze der traditionellen Dialektologie (Daten aus Sprachatlasprojekten) mit den eigenen Erhebungen, so dass für die Leser immer deutlich wird, wo sich Bezüge zwi¬schen der objektiven Sprachsituation im Raum und den subjektiven Vorstellungen linguistischer Laien herstellen lassen.“ (Markus Hundt, Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik 3/2015)