Programm
Service
Über den Verlag


Paul Bekker
Das deutsche Musikleben
Mit einer Einleitung zum E-Book von Andreas Eichhorn.
Mit einer Einleitung von Andreas Eichhorn.

Berlin 1916 , Hildesheim 2013, 336 S., Ebook
Reihe: OLMS ONLINE MUSIK - Grundlagenbibliothek zur Musikwissenschaft
E-Book
ISBN: 978-3-487-42107-0
Lieferbar!

79,99 EUR
(Preis inkl. Umsatzsteuer zzgl. Versandkosten)


 

Beschreibung
Fachgebiete

Paul Bekker (1882-1937) war zwischen 1910 und 1925 der einflussreichste deutschsprachige Musikpublizist. Bereits seinerzeit erschlossen sich die sprachliche Brillanz seiner Texte, die Plastizität und Unkonventionalität seiner Thesen einen Leserkreis, der weit über das engere musikalische Fachpublikum hinausging. Innerhalb der Musikkultur der Weimarer Republik stellte Bekker eine zentrale Figur dar. Nach seiner Entlassung als Intendant des Wiesbadener Staatstheaters aufgrund seiner jüdischen Herkunft im Jahre 1933 emigrierte er in die USA. Er starb am 7. März 1937 in New York.
Das Manuskript zu „Das deutsche Musikleben“ entstand im Frühjahr 1916; zu dieser Zeit befand sich Bekker mit seinem Regiment in Jeandelize (Frankreich). Ihm geht es in seiner Schrift darum, in einer als krisenhaft empfundenen kulturellen Umbruchsituation die Musikkultur seiner Zeit einer kritischen Begutachtung zu unterziehen und einen möglichen „Soll-Zustand“ zu entwerfen.
Was Bekkers Buch auch noch heute aus musikästhetischer Perspektive bemerkenswert macht, ist der theoretische Ansatz, den er für seine Darstellung entwickelt. Das Buch kann, wie Carl Dahlhaus es formulierte, als Entwurf einer „verstehenden Musiksoziologie“ angesehen werden. Damit gehört Bekker zu den Begründern der deutschsprachigen Musiksoziologie. Als theoretisches Fundament seiner Überlegungen fungiert das Basiskapitel „Die Form“, in dem Bekker erstmals einen rezeptionsästhetisch basierten Formbegriff entwickelt.