Programm
Service
Über den Verlag


Paul Bekker
Kunst und Revolution
Ein Vortrag von Paul Bekker.

Frankfurt a. M. 1919. , Reprint: Hildesheim 2016. Mit einer Einleitung von Andreas Eichhorn., VIII/ 33 S., Paperback
Reihe: OLMS ONLINE MUSIK - Grundlagenbibliothek zur Musikwissenschaft
Print on Demand
ISBN: 978-3-487-31150-0
In Vorbereitung!

14,00 EUR
(Preis inkl. Umsatzsteuer zzgl. Versandkosten)
Artikel ist vorbestellbar, keine Angabe zu Lieferzeiten


E-Book
978-3-487-42102-5
 

Ergänzungen
Beschreibung
Fachgebiete

E-Book (pdf): ISBN 978-3-487 -42102-5

Paul Bekkers Essay „Kunst und Revolution“, dessen Titel übrigens bewusst auf die gleichnamige Schrift von Richard Wagner anspielt, entstand als Vortrag, den er in seiner Funktion als Obmann des Frankfurter Rates für künstlerische Angelegenheiten Anfang Januar 1919 hielt. Der Essay, in dem sich kulturkritische Analyse und Zukunftsvisionen durchdringen, ist Zeitzeugnis und Programmschrift zugleich. Zum einen dokumentiert er, welche Veränderungen sich unmittelbar nach 1918 in der deutschen Musik- und Theaterlandschaft abzeichneten, bzw. sich bereits vollzogen hatten. Ferner entwickelte Bekker programmatische Ideen und Perspektiven, wie er sich eine Neugestaltung der kulturellen Institutionen in einem demokratisch verfassten Deutschland vorstellte. Es gehörte indes zu seinen leidvollen Erfahrungen, dass sich die Theaterpraxis und der Kulturbetrieb gegenüber vielen dieser Leitgedanken, an denen er dann auch seine eigene Intendantentätigkeit in Kassel und Wiesbaden ausrichtete, als ausgesprochen resistent erwiesen.
Nicht umsonst war Bekker (1882-1937) zwischen 1910 und 1925 der einflussreichste deutschsprachige Musikpublizist. Nach seiner Entlassung als Intendant des Wiesbadener Staatstheaters aufgrund seiner jüdischen Herkunft im Jahre 1933 emigrierte er in die USA. Er starb am 7. März 1937 in New York.

***

Paul Bekker’s essay "Kunst und Revolution", its title deliberately alluding to Richard Wagner’s work of the same name, began life as a lecture which he gave in early January 1919 in his capacity as Chairman of the Frankfurt Council for Artistic Affairs. The essay, which interweaves critical cultural analysis and visions of the future, is both a document of its time and a manifesto. Firstly, it documents the changes which were becoming apparent or had already taken place in the German musical and theatrical world immediately after 1918. Then Bekker develops his programmatic ideas and perspectives for a planned reorganisation of cultural institutions in a democratically constituted Germany. However, it was his painful experience that theatrical practice and the cultural sector proved markedly resistant to many of these ideas, which Bekker also tried to introduce during his own periods as intendant in Kassel and Wiesbaden.
Not for nothing was Bekker (1882-1937) the most influential music journalist writing in German between 1910 and 1925. In 1933 he was dismissed as intendant of the State Theatre in Wiesbaden on account of his Jewish ancestry and emigrated to the USA. He died on 7 March 1937 in New York.