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Paul Bekker
Musikgeschichte als Geschichte der musikalischen Formwandlungen
Mit einer Einleitung zum E-Book von Andreas Eichhorn.
Mit einer Einleitung von Andreas Eichhorn.

Stuttgart 1926-1928. , Hildesheim 2013, 254 S., Ebook
Reihe: OLMS ONLINE MUSIK - Grundlagenbibliothek zur Musikwissenschaft
E-Book
ISBN: 978-3-487-42104-9
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Buch
978-3-487-31152-4
 

Beschreibung
Fachgebiete

In Paul Bekkers „Musikgeschichte“ verdichten sich die in seinen unmittelbar vorangehenden Schriften entwickelten Teilaspekte zu einer musikgeschichtlichen Gesamtschau, in die auch die Musik seiner Gegenwart integriert ist. Bekker ging es nicht um die Entfaltung musikgeschichtlichen Faktenreichtums, sondern sein Anliegen war es, dem Laien vorzuführen, „wie wir Musikgeschichte überhaupt zu sehen und zu begreifen haben“, und so die „innere Gesetzlichkeit der geschichtlichen Erscheinung begreiflich zu machen.“ Ausdrücklich setzte er sich von der „darwinistischen“ Vorstellung von „Entwicklung“ ab und vertrat demgegenüber das Prinzip des „Wandels“ bzw. der „Metamorphose“: „Da die gestalterischen Kräfte als solche stets die gleichen sind, muss auch das Ergebnis im Wortsinne stets das gleiche sein. Lediglich die äußere Erscheinung wechselt.“ Fundamental ist seine Ausgangsthese, Musik sei „ästhetisch stilisierte Klangempfindung.“ Danach sind musikalische Prozesse, seien es Werke oder Aufführungen oder Rezeptionsweisen, Ausdruck einer spezifischen und sich im Laufe der Zeit wandelnden Klangwahrnehmung, die ihrerseits die spezifische „Aktivierung“ des musikalischen Materials bestimmt. Nicht umsonst war Bekker (1882-1937) zwischen 1910 und 1925 der einflussreichste deutschsprachige Musikpublizist. Nach seiner Entlassung als Intendant des Wiesbadener Staatstheaters aufgrund seiner jüdischen Herkunft im Jahre 1933 emigrierte er in die USA. Er starb am 7. März 1937 in New York.