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Fabian Kolb
"Tradition austère qui devient de plus en plus complexe" - Diversifikation und Pluralisierung in der französischen Symphonik 1871-1914

2012, 780 S., mit 38 Abb. Beigefügt ist 1 CD mit Notenbeispielen., Hardcover
Reihe: Musikwissenschaftliche Publikationen, 38
ISBN: 978-3-487-14710-9
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Beschreibung
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mit 1 CD mit Notenbeisp.

"Insgesamt liegt mit Fabian Kolbs geradezu monumental zu nennender Studie ein Standardwerk vor, an dem alle weiteren Befassungen mit dieser Thematik nicht mehr vorbeikommen werden. Seine Ausführlichkeit ist nicht zuletzt darin von Vorteil, dass sich - dem historiographischen Ansatz geschuldet - die umfangreichen werkmonographischen Kapitel mit Gewinn auch einzeln lesen lassen." (Hans-Joachim Hinrichsen, Musiktheorie, 30. Jg., Heft 4/2015)

"Die Arbeit ist (…) in ihrem Umfang von über 700 Seiten nicht nur eine sehr gründliche Aufarbeitung des gesamten vielschichtigen Komplexes der französischen Symphonik, sondern behandelt den Gegenstand auch auf hohem reflektorischen Niveau, das wissenschaftstheoretische Erörterungen einbezieht, ohne allzu sehr in diese abzuschweifen. Als ausgezeichnetes Standardwerk zur französischen Symphonik, nicht nur im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, sondern auch der Geschichte davor, darf dieses in keiner Bibliothek fehlen." (Elisabeth Schmierer, Die Musikforschung)

"Die Analysen bestechen durch einen klaren, souveränen Überblick ebenso wie durch viele scharfsichtige Detailbeobachtungen (…)." (Stefan Keym, Die Tonkunst, Januar 2015, Nr. 1, Jg. 9/2015)

In den Jahrzehnten um 1900 florierte die Symphonik in Frankreich in bis dato ungekanntem Maße. In immenser Variabilität und individuell-experimenteller Ausdifferenzierung der Gattung weitete sich das Spektrum ihrer Erscheinungsformen zu einem vielfach zwischen Traditionsbezug und Umbruchstendenzen changierenden Gefüge, das sich – so schon die Diagnose der Zeitgenossen – in steter Verkomplizierung aus sich selbst heraus erneuere und auffächere.

Anhand zahlreicher Quellen untersucht diese Studie erstmals in differenzierter Weise die Voraussetzungen, Manifestationen und Konsequenzen dieses Befunds. Aufgearbeitet sind sowohl die ästhetischen Debatten, in denen die Symphonie nun auch in Frankreich nachdrücklich an die Spitze der Gattungshierarchie gerückt wurde, als auch die ideologisch-ideengeschichtlichen und (kultur-)politischen Impulse, durch die es parallel zur Etablierung der Dritten Republik zum symphonischen ›Durchbruch‹ kommen konnte. Die signifikanten institutionellen Entwicklungen in den Bereichen von Konzertwesen, öffentlicher Protagierung und Subventionierung, Ausbildung und Distribution werden ebenso nachgezeichnet wie die übergreifende kompositions- und gattungsgeschichtliche Situation.
Eingehende analytische, werkinterpretatorische und rezeptionshistorische Darstellungen einzelner ›Schlüsselwerke‹ geben Einblick in die enorme Spannweite des Symphonischen und eröffnen aus jeweils spezifischer Perspektive ein breites Panorama möglicher Verstehenshorizonte.