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Ludwig Holtmeier
Rameaus langer Schatten
Studien zur deutschen Musiktheorie des 18. Jahrhunderts.

2017, VIII/340 S., mit zahlreichen Notenbeispielen., Englische Broschur
Reihe: Studien zur Geschichte der Musiktheorie, 13
ISBN: 978-3-487-15547-0
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Beschreibung
Fachgebiete

Der Autor verschränkt drei, für die Geschichte der Kompositionstheorie bedeutende Themenkreise: die Musiktheorie Jean-Philippe Rameaus, die Theorie der Oktavregel in der Lesart von Johann David Heinichen sowie »jene deutsche musiktheoretische Tradition, auf die Rameaus basse fondamentale traf und von der sie rezipiert wurde«.
Dabei stellt er Rameaus Musiktheorie stärker in ihrem historischen Wandel dar, als es bisher üblich war. Nur so lässt sich verstehen, wie sie von der deutschen Musiktheorie rezipiert wurde. Mit Heinichens Theorie der Oktavregel widmet er sich einem bedeutenden alternativen Versuch zu Rameaus basse fondamentale, harmonische Prozessualität systematisch zu erklären. Zur deutschen musiktheoretischen Tradition, auf welche die Theorie Rameaus stieß, gehört auch ein bislang nicht angemessen gewürdigter Autor: Georg Andreas Sorge. Sorges Akkordlehre steht derjenigen Rameaus an Komplexität und Ausdifferenzierung in nichts nach, und bei Sorge tritt zum ersten Mal die sogenannte Stufentheorie in Erscheinung.
Der Autor gelangt schließlich zu der These, dass Rameaus Einfluss auf den deutschsprachigen musiktheoretischen Diskurs geringer und vor allem weniger konsistent war als bislang angenommen. Mit ihrem historischen Weitblick, ihren prägnanten Thesen und überraschenden Entdeckungen erscheint Holtmeiers Schrift Rameaus langer Schatten als überaus anregende Arbeit.