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Johann Mattheson
Texte aus dem Nachlass
Hrsg. von Wolfgang Hirschmann und Bernhard Jahn, unter Mitarbeit von Hansjörg Drauschke, Karsten Mackensen, Jürgen Neubacher, Thomas Rahn, Dirk Rose und Dominik Stoltz.
Herausgegeben von Wolfgang Hirschmann; Bernhard Jahn; Thomas Rahn.

2014, 706 S., mit 5 Abb., Leinen
ISBN: 978-3-487-14531-0
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Beschreibung
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"Die gewaltigen editorischen Aufgaben, die sich den Herausgebern aufgrund des zum Teil höchst problematischen Zustands der Handschriften mit Streichungen, Ergänzungen und Verweisen, aber auch aufgrund ihrer möglichen Odyssee in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg stellten, wurden mit dieser Edition brillant gelöst. Ein instruktives Vorwort verortet Mattheson einmal mehr im Kontext der (nicht nur hanseatischen) Aufklärung im frühen 18. Jahrhundert und erörtert die vorliegende Edition und Textauswahl. Daneben haben die Herausgeber auch einzelne Einführungstexte zu den hier präsentierten Textgruppen verfasst, die eine sachgerechte Einordnung ermöglichen. Gleiches gilt für die behutsamen Stellenkommentare, die die Texte Matthesons verdeutlichen und verstehen helfen." (Birger Petersen, Die Tonkunst, Oktober 2015, Nr. 4, Jg. 9/2015)

"Die vorbildliche Edition, die dankenswerterweise als Buch und nicht etwa digital erschien, läßt nicht viele Wünsche offen […]. Doch dürfte der Band unentbehrlich werden, nicht nur für die Musik-, sondern für die Aufklärungsforschung insgesamt." (Laurenz Lütteken, Das 18. Jahrhundert, 39. Jahrgang 2015)

"Die Edition überzeugt sowohl hinsichtlich der systematischen Untergliederung als auch der editorischen Genauigkeit. So ist es den Herausgebern gelungen, aus der disparaten Fülle an Quellen ein repräsentatives Drittel auszuwählen und dieses nach übergeordneten Gesichtspunkten (…) zu ordnen (…). Dank der übersichtlichen Untergliederung nach Themenbereichen, der ebenso knappen wie kundigen Kommentare sowie der präzisen editorischen Arbeit, die auch kleinsten typographischen Details Rechnung trägt, ist es gelungen, den disparaten literarischen Nachlass in einer geradezu idealen Weise für die Mattheson-Rezeption zugänglich zu machen." (Ivana Rentsch, MusikTheorie Heft1/2015)

"Die Verzeichnisse im Anhang zu diesen von den Herausgebern und deren Mitarbeitern sorgfältig edierten Dokumenten erschließen das inhaltlich weitgefächerte und gelehrte Material aufs Beste." (Peter Sühring, info-netz-musik)

"Demjenigen, der sich diesen Autor und sein Werk umfassend erarbeiten möchte, ist unbedingt zu empfehlen, den Sammelband und die Nachlass-Edition im Zusammenhang zu lesen, denn, wie schon angedeutet, die beiden Bände kontextualisieren sich wechselseitig (…) In den beiden hier angezeigten Bänden wird in vorbildlicher Weise das Werk eines Autors erschlossen, den man viel zu lange auf eine seiner zahlreichen Aktivitäten eingeschränkt hat, der nun aber als der überaus vielseitige Gelehrte wiederentdeckt werden kann, der er wirklich war." (Frieder von Ammon, Arbitrium, Bd. 33, Heft 2/2015)

So vielfältig wie das Schaffen Johann Matthesons ist auch sein in der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek aufbewahrter Nachlass, der hier erstmals in einer umfassenden kritischen Edition vorgelegt wird.
Brisante autobiographische Texte finden sich darunter ebenso wie Dokumente zur regen publizistischen Tätigkeit Matthesons. Eine Abhandlung über das Bücherschreiben steht neben einer Kritik des Duellwesens oder einer Auseinandersetzung mit Castels Farbenklavier. Einmal mehr werden die polemischen Stärken des streitbaren Hamburgers in ästhetischen, religiösen und politischen Fragen sichtbar, daneben gewinnt jedoch auch Mattheson als Dichter mit einer Vielzahl von Gelegenheitsgedichten deutlichere Konturen.
Die zu Lebzeiten Matthesons nicht publizierten Texte, die zum Teil in mehreren Fassungen vorliegen, zeigen einen Autor im Prozess des Schreibens und gewähren Einblicke in das Denken eines Gelehrten, das auf eklektische Weise die unterschiedlichsten Geistesströmungen aufzugreifen und auf überraschende Weise zu kombinieren vermochte.