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Susanne Rode-Breymann
Musiktheater eines Kaiserpaars - Wien 1677 bis 1705

2010, VIII/458 S., mit 107 z.T. vierfarbigen Abb., Hardcover
ISBN: 978-3-487-14474-0
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Beschreibung
Fachgebiete

"Das Buch von Susanne Rode-Breymann ist reich illustriert und enthält viele geschickt ausgewählte Text- und Musikbeispiele, die ein anschauliches Bild des Opernbetriebs am Kaiserhof entstehen lassen. So bietet der Band nicht nur Spezialisten viel Neues; auch Opernliebhaber, die in einem Konzert von Draghi gehört haben und mehr über ihn wissen wollen, sind damit gut bedient." (Albert Gier, Opernwelt, November 2011)

"Die hervorragend dokumentierte (und reich illustrierte) Darstellung verfolgt eine klare Fragestellung und arbeitet an geschickt ausgewählten Text- und Musikbeispielen wesentliche Züge der Wiener Hofoper im späteren 17. Jh. heraus." (Mitteilungen des Dokumentationszentrum für Librettoforschung, Nr. 20, Juli 2011)

Die Musiktheater-Kultur am Wiener Kaiserhof in den Ehejahren Leopolds I. und Eleonore Magdalenas (1677 – 1705) war eine kulturelle Praxisform, die im Dienst von Zeremoniell und Repräsentation stand und Diskursen über Tugenden, (Geschlechter-) Rollen und Politik ein Forum bot. Zu feierlichen Anlässen von Kaiser und Kaiserin in Auftrag gegeben, entstand am Habsburger Hof ein Repertoire von mehreren hundert Musiktheaterwerken. Diese Fülle des Repertoires ermöglicht belastbare Aussagen über den Bezug zwischen Anlass, Geschlecht, Raum und musiktheatralen Gattungen.
In den Geburtstags- und Namenstagopern des Kaiserpaars, dem in diesem Buch untersuchten Repertoire, dokumentiert sich das beinahe alltägliche kulturelle Handeln einer Elitekultur. Das ermöglicht eine ‚dichte Beschreibung’ dieser höfischen Musikkultur mit seinem Akteurssystem von Auftraggebern und Bühnenkünstlern: Librettisten, Komponisten, Sängern, Musikern, Tänzern und tanzenden Mitgliedern der kaiserlichen Familie. Im Korpus der Geburtstags- und Namenstagopern lassen sich ein funktional ausdifferenziertes System von Gattungstypen sowie ein Spektrum zwischen diskursiven und performativen Gattungsausprägungen ausmachen.
Die Imagebildung der höfischen Oper, die hier gezeigt werden kann, reiht sich ein in den Kontext des neueren Forschungsinteresses an Residenzen und höfischer Kultur.