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Christien Melzer
Von der Kunstkammer zum Kupferstich-Kabinett
Zur Frühgeschichte des Graphiksammelns in Dresden (1560-1738).

2010, 872 S., mit 32 farbigen und 37s/w-Abb., Hardcover
Reihe: Studien zur Kunstgeschichte, 184
ISBN: 978-3-487-14346-0
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Beschreibung
Fachgebiete

"Das Werk ist ein ebenso grundsätzlicher wie wertvoller Beitrag zur frühneuzeitlichen Sammlungsgeschichte, zudem mustergültig für die methodische und editorische Bearbeitung eines solchen Themas. Für graphische Sammlungen, deren wissenschaftliche Benutzer und für Sammler älterer Graphik ist es als Handbuch zur Entwicklung des Dresdner Kabinetts unentbehrlich. Mehr als sechzig Abbildungen, darunter zahlreiche von faszinierenden graphischen Blättern, untersetzen den Inhalt." (Hendrik Bärninghausen, Curiositas 11/2011)

"Melzers Studie bietet also nicht nur weitreichende Einblicke in die Genese und die Disposition des Dresdner Kupferstich-Kabinetts, sondern stellt anhand der hiesigen Verhältnisse das Allgemeine im Besonderen heraus. Insofern liegt hier ein Handbuch vor, das für die Frühgeschichte des Dresdener Kupferstich-Kabinetts wie auch für die Geschichte des Grafiksammelns im frühneuzeitlichen Europa dauerhaft von großem Wert sein wird." (Torsten Sander, Neues Archiv für sächsische Geschichte 82/2011)

Mit der Gründung der kursächsischen Kunstkammer und der Bibliothek um die Mitte des 16. Jahrhunderts entstand eine Sammlung druckgraphischer Blätter und Zeichnungen, die jedoch erst im Zuge der Etablierung mehrerer Spezialsammlungen um 1720 als Kupferstich-Kabinett konstituiert wurde. Anhand einer Analyse der Dresdner Bestände und zahlreicher neu erschlossener Quellen gibt die vorliegende Studie exemplarisch Auskunft über Umfang und Zusammensetzung, Zweck und Zugänglichkeit, Struktur und interne Ordnung einer frühneuzeitlichen Graphiksammlung.
In diesem Grundlagenwerk, das systematisch aufgearbeitete Inventarauszüge ergänzen, werden wissenschaftshistorische Aspekte ebenso diskutiert wie Fragen höfischer Repräsentation, Kunst- und Ordnungsdiskurse sowie vergleichbare Kollektionen in München, Ambras, Prag, Italien oder Paris. Die Einrichtung einer selbständigen graphischen Sammlung stellt das Ergebnis eines langwierigen Prozesses der Ausdifferenzierung von Sammlungs- und Kunstgattungen und der Herausbildung wissenschaftlicher Taxonomien dar. Im Zusammenhang damit gelingt es, das Kupferstich-Kabinett geradezu als Mikrokosmos sich wandelnder Ordnungen zu identifizieren.
Die Dissertation von Christien Melzer wurde im Jahre 2010 mit dem Wolfgang-Ratjen-Preis, dem internationalen Nachwuchsförderpreis für herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der graphischen Künste, ausgezeichnet.