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Cornelia Pechota
Heim und Unheimlichkeit bei Rainer Maria Rilke und Lou Andreas-Salomé
Literarische Wechselwirkungen.

2010, 408 S., mit 27 Abbildungen, davon 5 farbigen., Hardcover
Reihe: Germanistische Texte und Studien, 85
ISBN: 978-3-487-14252-4
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Beschreibung
Fachgebiete

"Cornelia Pechota Vuilleumiers unbestreitbares Verdienst […] bleibt es, die 'literarischen Wechselwirkungen' zwischen diesen beiden Gefühlspolen poetisch-geistiger Existenz im 'Zwischenland' von Tradition und Moderne, seelischem Anspruch und besitzloser, sprich im Doppelsinn: befreiter Liebe ernst genommen und mustergültig analysiert zu haben." (Rüdiger Görner, in: Blätter der Rilke-Gesellschaft 31/2012)

"Sachlich-thematisch ist das Buch sehr gut fundiert und in der Sekundärliteratur bestens bewandert. Die Autorin kennt auch die entlegensten Texte beider Autoren und weiß die Wechselwirkung zwischen beiden - in beiderlei Richtung - gut zu belegen (…) Der Verlag hat den Band hervorragend ausgestattet und reich mit Bildern versehen." (Peter Dettmering, in: Freiburger literaturpsychologische Gespräche. Jahrbuch für Literatur und Psychoanalyse, Bd. 30, 2011)

"Aus der Menge vergleichbarer Bände sticht der den 'literarischen Wechselwirkungen' zwischen den Werken der beiden LiteratInnen nachgehende Band nicht zuletzt durch sein ganz außergewöhnliches close reading sowie durch eine detaillierte Interpretation der Primärtexte hervor. Insbesondere die beiden 'Haus'-Texte Rilkes und Andreas-Salomés dürften bislang nur in wenigen Studien einer ähnlich intensiven Lektüre unterzogen worden sein. Zudem durchstöberte Pechota Vuilleumier für ihre Untersuchung einen umfangreichen Quellenfundus, darunter etliche Archivalien, was zu manch interessanter Entdeckung führte." (www.literaturkritik.de, Nr. 10/2010)

"Jede Interpretation wird mit Texten des jeweils anderen perspektiviert, wobei kenntnisreich nicht nur literarische Texte, sondern auch essayistische Schriften und autobiographische Quellen aufeinander bezogen werden (…) Das Ergebnis ist ein vielschichtiges Netz von Querbezügen (…) Darin trägt die Studie dem grenzüberschreitenden Schaffen R'S und Andreas-Salomés konzeptionell Rechnung und liefert lohnende Einblicke in eine einzigartige Dichter- und Dichtungs-Konstellation." (Romana Weiershausen, Germanistik 2011, Bd. 52, Heft 3-4)





Während Rainer Maria Rilke (1875-1926) aus der Begegnung mit der vor ihm berühmten Schriftstellerin Lou Andreas-Salomé (1861-1937) zu jenem großen Poeten heranwuchs, als den wir ihn bewundern, verblasste der Status der Freundin als Dichterin proportional zum Ruhm des vierzehn Jahre jüngeren Freundes. Als einfühlsame Muse und Beraterin des Dichters blieb Lou für die Rilke-Forschung zwar eine unverzichtbare Referenz, doch gerieten ihre eigenen, einst viel gelesenen Werke durch die tradierte Betonung ihrer mütterlichen Hilfeleistung zunehmend aus dem Blick.
Rilkes Beziehung zu Lou als Übertragung einer ursprünglich negativen Mutter-Imago auf ein wegweisendes Mutterideal wird in diesem Buch voll gewürdigt, doch kommt neben der kongenialen Ansprechpartnerin auch die selbst schreibende Frau zu Wort, die sich im intersubjektiven Austausch mit ihrem geistigen Sohn von ihm inspirieren ließ. Im thematischen Bereich von Heim und Unheimlichkeit spürt die Studie den Wechselwirkungen nach, die das Paar literarisch verbinden. Zur Erhellung der Ergebnisse, die neben verwandten Gedanken auch Unterschiede sichtbar machen, dienen Tagebücher, Briefe und andere Selbstzeugnisse.