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Thorsten Eitz ; Georg Stötzel
Wörterbuch der "Vergangenheitsbewältigung" - Band 2
Die NS-Vergangenheit im öffentlichen Sprachgebrauch. Unter Mitarbeit von Katrin Berentzen und Reinhild Frenking.

2009, VIII/694 S.
ISBN: 978-3-487-13881-7
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Beschreibung
Fachgebiete

"Auf insgesamt 1.500 Seiten präsentieren Eitz und Stötzel eine hoch informative und materialreiche Sammlung, eine wahre Fundgrube für den sprachgeschichtlich Interessierten, der einschlägige oder auch seltene Zitate aus weniger zugänglichen Quellen sucht." (Wolfgang Bergen, Jahrbuch für Politik und Geschichte 1/2010)

"Herausgekommen ist ein wertvolles Nachschlagewerk, das aus einer explizit bundesdeutschen Perspektive der NS-Vergangenheit im öffent,lichen Sprachraum nachspürt. Mit gut informierten Essays gehen sie dabei auch dank reichhaltiger Belegzitate weit über allgemeine Nachschlagewerke hinaus." (Herwig G. Haller, Der Falter 16/09)

"Die ausführlichen Analysen über das Zusammenspiel von Real-, Sach- oder Problemgeschichte mit Wortverwendungs- bzw. Sprachgeschichte stellen eine überaus anerkennenswerte Forscherleistung dar (…) Das Buch ist ein unverzichtbarer Beitrag zur Vergangenheits- und Geschichtspolitik." (geschichte für heute 2/2012)

Aufgrund der großen nationalen und internationalen Medienresonanz zum ersten Band liegt jetzt der zweite und abschließende Band des Wörterbuches der „Vergangenheitsbewältigung“ vor.

Wie bereits im ersten Band wird anhand detaillierter Wort- und Diskursgeschichten der Umgang mit der NS-Vergangenheit im Sprachgebrauch der Gegenwart nachgezeichnet.
Es wird deutlich, wie unterschiedlich verschiedene gesellschaftliche Gruppen die „Vergangenheit, die nicht vergeht“, begreifen, wie „belastetes“ Vokabular der NS-Vergangenheit verwendet wird, oft zum Zweck der jeweils aktuellen politischen Auseinandersetzung. Das Streitthema Vergangenheitsbewältigung wird so im tagespolitischen Geschäft der „Bewältigung der Gegenwart“ ausgenutzt; Wörter und die mit ihnen verbundene Semantik werden in NS-Vergleichen instrumentalisiert. Zu beobachten ist, dass dadurch genau diejenigen Geschichtsereignisse am häufigsten relativiert werden, die in der öffentlichen Diskussion als einzigartig gelten.
Hier zeigt sich das Auseinanderfallen von öffentlich vertretener Norm und tatsächlichem Sprachverhalten, aber auch das Ringen um allgemein gültige Geschichtsvokabeln und das Herausbilden eines öffentlichen Bewusstseins für die NS-Zeit und ihre Sprache.

Der zweite Band wird eingeleitet mit einer Rekonstruktion des Diskurses über NS-Vergleiche und zeigt die Verwendung und Funktion von über 1000 diskursrelevanten Vokabeln innerhalb von 24 Themenbereichen:

Antisemitismus; Befehlsnotstand; Displaced Persons/Fremdarbeiter; Flüchtlinge/Vertriebene; Gaskammer/vergasen/Vergasung; Goebbels-Vergleiche; Jude; Kriegsverbrecher; Militarismus; Nationalismus; Nazi/Neonazi; Nestbeschmutzer; Opfer; Patriotismus; Pazifismus; Rasse/Rassismus/Herrenrasse; Reeducation/Umerziehung; Remilitarisierung; Revanchismus; Schlussstrich; Stürmer-Vergleiche; Täter; Versöhnung/Aussöhnung/Normalisierung; Zigeuner.