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Julius H. Schoeps (Hrsg.); Werner Treß (Hrsg.)
Orte der Bücherverbrennungen in Deutschland 1933
Wissenschaftliche Begleitbände im Rahmen der „Bibliothek verbrannter Bücher“. Herausgegeben vom Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Potsdam. Band 1

2008, 848 S., mit zahlreichen Abb, Hardcover
Reihe: Bibliothek Verbrannter Bücher
ISBN: 978-3-487-13660-8
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Beschreibung
Fachgebiete

"Der Sammelband bietet mit seinen Beiträgen (...) sowohl einen differenzierten Überblick über Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei den 94 Bücherverbrennungen als auch einen prägnanten Einblick in die Mikrostrukturen der Verbrennungen. Der Band ist einerseits ein Meilenstein in der Forschung zur Bücherverbrennung 1933 und andererseits aber auch "nur" ein Zwischenergebnis." (Ulrich Klemm, DZOK-Mitteilungen, Heft 51, 2009)

"Die Anschaffung dieses achthundertundfünfzigseitigen Grundlagenwerks (...) empfiehlt sich ebenfalls, da die Autoren die Geschehnisse in den betreffenden Orten nicht nur akribisch beschreiben, sondern diese auch ausführlich kommentieren." (Rainer E. Wicke, Deutsche Lehrer im Ausland, 3/2009)

"Ein Meilenstein in der Forschung zur Bücherverbrennung" (Ulrich Klemm, DZOK-Mitteilungen Heft 51/2009)

"Eine Erwerbung dieser wichtigen Dokumentation sollte allein angesichts ihres unglaublich günstigen Preises schon für Bibliotheken mittlerer Größe und für Schulbibliotheken kein Problem sein." (Peter Vodosek, BuB, Forum Bibliothek und Information 2008/10)

„Ein symbolisches Denkmal“, so die FAZ über „das editorische Großprojekt“ (5.11.2008)

"Die 'Bibliothek Verbrannter Bücher' ist nicht nur ein symbolisches Denkmal, sondern eine handgreifliche, seitenstarke Reihe, die am Ende gut fünf Regalmeter einnehmen wird. Diesen Raum zu ermessen wird Fleiß und Mühe erfordern, aber man sollte sich dieser Aufgabe stellen." (FAZ, 5.11.2008)

Die Bücherverbrennungen von 1933 werden erstmals in ihrer deutschlandweiten Dimension dokumentiert. Die Autoren des Bandes haben durch Einzeluntersuchungen zu 62 Städten dazu beigetragen, 94 heute nachweisbare Bücherverbrennungen aufzuarbeiten.
Während die Bücherverbrennungen bisher als eine vorübergehende, auf den Mai 1933 beschränkte und von Studenten organisierte Aktion eingeordnet wurden, ergibt sich nun ein gänzlich neues Bild des Gesamtphänomens. So kann gezeigt werden, dass bereits ab März 1933, also schon vor dem 10. Mai, zahlreiche Autodafés stattfanden. Bis in den Oktober 1933 hinein brannten in Deutschland die Scheiterhaufen. Es handelte sich dabei nicht nur um temporäre Massenevents, sondern um das Resultat dessen, was sich in den Wochen und Monaten zuvor landesweit zugetragen hatte: Plünderungen oppositioneller Parteigebäude, Razzien und Verhaftungen in Privatwohnungen, Säuberungen von Leihbüchereien und Buchhandlungen. Es folgte die Vertreibung der kulturellen und wissenschaftlichen Exzellenz aus Deutschland.
Anhand der Bücherverbrennungen kann exemplarisch gezeigt werden, wie 1933 die Machtdurchsetzung des Nationalsozialismus von der zentralstaatlichen auf die kulturpolitische und kommunale Ebene erfolgte.