Programm
Service
Über den Verlag


Astrid Bähr
Repräsentieren, bewahren, belehren: Galeriewerke (1660-1800)
Von der Darstellung herrschaftlicher Gemäldesammlungen zum populären Bildband.

2009, 638 S., mit 120 Abb., Hardcover
Reihe: Studien zur Kunstgeschichte, 178
ISBN: 978-3-487-13977-7
Lieferbar!

78,00 EUR
(Preis inkl. Umsatzsteuer zzgl. Versandkosten)
Lieferzeit beträgt innerhalb Deutschlands bis zu 7 Arbeitstage / außerhalb Deutschlands bis zu 14 Arbeitstage


 

Beschreibung
Fachgebiete

"Die vorliegende Publikation zu illustrierten Sammlungskatalogen des 17. und 18. Jahrhunderts gehört zu den solidesten Studien, die in letzter Zeit über die frühen druckgrafischen und buchgeschichtlichen Vermittlungsformen von Kunst erschienen sind (…) Astrid Bährs Studie liefert darüber hinaus einen stimulierenden, weil international argumentierenden Beitrag zur frühen Museumsgeschichte Europas. (…) Dass der Untersuchung von Astrid Bähr ein detailliertes Verzeichnis aller besprochenen Stichwerke angehängt ist (…), und zu allen Akteuren, die für Konzeption, Produktion und Verbreitung der Werke sorgten (...), macht dieses Buch zu einem außerordentlich wichtigen Nachschlagewerk. Überzeugend ist es auch und nicht zuletzt deswegen, weil es sich seiner eigenen Grenzen bewusst ist und sich als Werkzeug für weitere Forschungen versteht. Ein sehr schönes Werkzeug!" (Bénédicte Savoy, in: H-ArtHist)

"Inhaltlich wurde sie mit dem Wolfgang-Ratjen-Preis ausgezeichnet. (…) Allgemein sei angemerkt, dass die Autorin in fast jedem Kapitel nicht nur auf die Stichwerke selbst und - soweit rekonstruierbar - auf ihre Entstehung eingeht, sondern auch viele Aspekte zum Entstehen der den Werken zugrunde liegenden Sammlungen referiert und also auch zum Thema Sammlungsgeschichte Interessantes bietet." (Ilse von zur Mühlen, in: AKMB-news, 1/2011, Jahrgang 17)

Galeriewerke – in Buchform gebundene, meist großformatige, druckgraphische Reproduktionen von Gemälden einer Sammlung – ermöglichten dem Kunstliebhaber lange vor der Öffnung der Sammlungen ein intensives Kunststudium. Zielten sie zunächst vor allem auf die Glorifizierung des Herrschers bzw. Sammlers, so leisteten sie schon bald einen wesentlichen Beitrag zur Ausbildung kunsthistorischer Verfahrensweisen und damit nicht zuletzt zur Etablierung der Kunstwissenschaft im 18. Jahrhundert.
Die vorliegende Studie untersucht die einzelnen Werke nach Genese, Gestaltung, Sammlern und Herausgebern, Auswahl der reproduzierten Gemälde sowie begleitenden Texte, in denen sich die kunstkennerschaftlichen Debatten der Zeit wiederfinden. Damit liefert diese Arbeit erstmals einen chronologischen Überblick über die Entwicklung der Gattung. Zugleich gewährt sie unbekannte Einblicke in die jeweilige Sammlungsgeschichte, in unterschiedliche Repräsentationsstrategien oder Geschmacksvorlieben. Ein umfangreicher Anhang mit einem Stecher- und Malerindex listet sämtliche in den Werken erschienenen Einzelstiche auf und erschließt die Galeriewerke als Quelle für weitere Provenienz- und Sammlungsforschungen sowie für Werkverzeichnisse.
Die Dissertation von Astrid Bähr wurde mit dem Wolfgang-Ratjen-Preis, dem internationalen Nachwuchsförderpreis für herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der graphischen Künste, ausgezeichnet.