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Eckbert Albers
Erkenntnismomente und Erkenntnisprozesse bei Rembrandt

2008, 478 S., mit 94 farbigen und 111 s/w-Abb., Paperback
Reihe: Studien zur Kunstgeschichte, 174
ISBN: 978-3-487-13831-2
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Beschreibung
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Die "von Fall zu Fall minutiös aus der zeitgenössischen Literatur eruierten Nachweise machen Albers' Arbeit ebenso interessant wie einleuchtend, vermögen sie doch überzeugend darzutun, auf welchen Grundlagen Rembrandts oft ganz eigene Bildfindungen und ikonographische Neuerungen jenseits von Tradition und Konvention allererst ermöglicht werden (…) Ausführliche Literatur- und Abbildungsverzeichnisse sowie ein mit 205 Abbildungen aufwartender Tafelteil ermöglichen Nachvollzug, Vergewisserung und Vertiefung." (Heilige Kunst, 2009-2011)

Über sämtliche Perioden seines Schaffens und in unterschiedlichsten Zusammenhängen zeigt Rembrandt (1606–1669) Menschen in erkenntnisbezogenen Situationen. Auf Rezeption und Fixierung von Erkenntnissen gerichtete Tätigkeiten wie Lesen und Schreiben sind häufige Bildmotive in seinen Gemälden, Zeichnungen und Radierungen. Rembrandt setzt sich intensiv mit allen Formen sinnlicher Wahrnehmung als Grundlage von Bewußtseinsprozessen auseinander. Während seine Blindendarstellungen die Auswirkungen von Wahrnehmungsdefiziten auf das Erkenntnisvermögen thematisieren, stehen Deutung und Mißdeutung göttlicher Offenbarungen im Zentrum vieler biblischer Historien. Rembrandts Anatomie-Gemälde dienen der Gewinnung und Vermittlung medizinischer Einsichten, die Künstlerdarstellungen enthalten hintergründige Aussagen über musische Erkenntnisprozesse.

Die vorliegende Untersuchung erschließt durch Analysen von Werkgruppen erstmalig ein wichtiges Rahmenthema im Oeuvre Rembrandts. Eine Vielzahl von ikonographischen Neuerungen des holländischen Künstlers wird vom Autor nachgewiesen und, der Bandbreite der Bildsujets entsprechend, differenziert interpretiert, mit kritischem Blick auf bislang allgemein anerkannte Forschungsergebnisse. Dabei werden neben literarischen, theologischen und erkenntnistheoretischen auch medizinische und pädagogische Publikationen der frühen Neuzeit einbezogen.