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Sabine Klug-Tourmaa
Das Ende des rechten Winkels
Wilhelm Ulrich und die hexagonalen Baukonzepte in der Architektur des 20. Jahrhunderts.

2008, 476 S., mit 26 farbigen und 296 s/w- Abb., Paperback
Reihe: Studien zur Kunstgeschichte, 175
ISBN: 978-3-487-13696-7
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Beschreibung
Fachgebiete

"Klug gelingt es, Ulrichs Vorstellungen, Entwürfe und Bauten sowohl in architektur- als auch geistesgeschichtliche Kontexte einzubetten und kenntnisreich und spannend von einem vergessenen Kapitel Architektur zu erzählen. Die Arbeit ist daher nicht nur für ein Fachpublikum interessant, sondern auch für alle an Architektur Interessierten (…) Klug hat eine herausragende Dissertation geschrieben, die auch Forschern, etwa zu Stefan George, noch weitere Hinweise gibt. Ein kluges Buch von Sabine Klug, nicht nur zu Wilhelm Ulrich, sondern auch zum Sechseck in der Architektur." (Sigrid Gaisreiter, www.kunstbuchanzeiger.de)

"Im Rahmen dieser Studie werden erstmals Wohn- und Siedlungsbauten, Kirchen, Kaufhäuser, die hexagonale Stadtplanung sowie unrealisierte Entwürfe vorgestellt, durch ein Werkverzeichnis ergänzt und mit umfangreichem Abbildungsmaterial aus Archiven und Privatbesitz illustriert. (...) Dieses Buch leistet somit einen gewichtigen Beitrag zur Wiederentdeckung eines Architekten, dessen Bauweise die Formenvielfalt moderner Architektur eindrucksvoll dokumentiert." (Günter Kowa, Bauwelt 39-40/2009)

Im Mittelpunkt dieses Buches steht das Werk des Architekten Wilhelm Ulrich (1890–1971), der die Vorherrschaft des rechten Winkels seit den zwanziger Jahren in Frage stellte und fünf Jahrzehnte an der hexagonalen Alternative arbeitete. Seine markanten Bauten in Halle an der Saale waren nach der politischen Wende in schlechtem Zustand und werden von der Forschung bis dato weitgehend mißachtet. Ulrichs persönliches Scheitern ist somit auch ein exemplarisches deutsches Schicksal als Folge von zwei Kriegen und der Teilung des Landes.
Trotz seiner eigenwilligen Position war Ulrich in hohem Maße in die Architektur- und Geistesgeschichte seiner Zeit eingebunden und rückte wie die Theoretiker des „Neuen Bauens“ die Funktionalität ins Zentrum seiner Argumentation. Diese begriff er jedoch nicht als vorübergehende Modeform, sondern als eine lebenslange und stets aufs Neue zu überprüfende Aufgabe. Mit Ulrich erweitert sich somit der Blickwinkel auf die Architektur des 20. Jahrhunderts, der sich zumeist auf die Ikonen des Bauhauses beschränkt – dem als Inbegriff der Moderne propagierten rechten Winkel erkennt Ulrich die Ausschließlichkeit ab.
Im Rahmen dieser Studie werden erstmals Wohn- und Siedlungsbauten, Kirchen, Kaufhäuser, die hexagonale Stadtplanung sowie Entwürfe vorgestellt, durch ein Werkverzeichnis ergänzt und mit umfangreichem Abbildungsmaterial aus Archiven und Privatbesitz illustriert. Zahlreiche Beispiele hexagonaler Bauformen in den siebziger Jahren, also nach Ulrichs aktiver Zeit, vervollständigen die Ausführungen und verweisen auf die Weitsicht seiner Argumentation. Dieses Buch leistet somit einen gewichtigen Beitrag zur Wiederentdeckung eines Architekten, dessen Bauweise die Formenvielfalt moderner Architektur eindrucksvoll dokumentiert.