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Annegret Kehrbaum
Die Nabis und die Beuroner Kunst
Jan/Willibrord Verkades Aichhaldener Wandgemälde (1906) und die Rezeption der Beuroner Kunst durch die Gauguin-Nachfolger.

2006, 776 S., mit 227 s/w und 8 farbigen Abb.
Reihe: Studien zur Kunstgeschichte, 168
ISBN: 978-3-487-13056-9
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Beschreibung
Fachgebiete

" [Das Werk] stellt ohne jeden Zweifel einen Meilenstein der diesbezüglichen Forschung da, der sich auf Jahre als unersetzlich behaupten wird." (Jahrbuch Heilige Kunst 2007/2008)

"Ein gleichermaßen komplexes wie notwendiges Buch, das die gesamteuropäischen Bezüge des Wirkens der Beuroner Malermönche und Pater Willibrord Jan Verkades um so mehr festhält, als viele seiner Arbeiten zerstört oder verschollen sind oder ihnen der Zerfall droht." (Stefan Blanz, Schwäbische Heimat 2007/1)

"(...) ist die Arbeit auch wegen ihres weitgefächerten kunsthistorischen Reichtums ein Gewinn für eine kompetente Auseinandersetzung mit den innovativen Kunstströmungen um 1900." (Augustinus Gröger, in: Erbe und Auftrag, Heft 3, Jg. 83, 2007)

Der Gauguin-Schüler und Beuroner Malermönch Jan/Willibrord Verkade (1868–1942) schuf 1906 in der St. Michaelskirche des Schwarzwalddorfs Aichhalden christliche Figurenbilder, in denen er das moderne Formbewußtsein der internationalen Avantgarde mit den geometrisierenden Stilbestrebungen der frühen Beuroner Kunst verschmolz.
Als Mitglied der Gruppe der Nabis um Paul Sérusier und Maurice Denis verfolgte der Niederländer Verkade nach seinem Eintritt in das Beuroner Kloster die um 1892 definierten spirituellen Ziele der Nabis und ihre Forderung nach einer neuen Wandmalerei konsequent weiter. Nach einer langen Phase der Mitarbeit bei klösterlichen Kunstprojekten bot ihm das Aichhaldener Projekt 1906 die langersehnte Chance, eine eigene Position als moderner christlicher Wandkünstler zu erarbeiten.
Verkade machte sich in Aichhalden unter anderem die erstaunlichen Stilparallelen zwischen dem bereits um 1870 von Peter/Desiderius Lenz geschaffenen Beuroner Stil und dem Gauguinschen „symbolisme en peinture“ zunutze. Eben diese formalen Analogien und das gemeinsame Bestreben, das Geistige durch die Bildmittel sichtbar zu machen, zogen nach Verkade auch seine Künstler-Freunde Sérusier und Denis in den Bann der Beuroner Kunst. Von 1896 bis 1906 entwickelte sich daraus eine einzigartige Rezeptionsgeschichte zwischen französischer Avantgarde und deutscher Klosterkunst, die in der vorliegenden Studie umfassend untersucht wird.