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Karl Kurt Klein
Literaturgeschichte des Deutschtums im Ausland
Schrifttum und Geistesleben der deutschen Volksgruppen im Ausland vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Leipzig 1939 , 2. Reprint: Hildesheim 2013. Mit einem Vorwort von Alexander Ritter, 488 S., Hardcover
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ISBN: 978-3-487-30462-5
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Vorherige Ausgabe erschienen unter 978-3-487-06713-1.

Während die Sprachwissenschaft, besonders die Mundartforschung, auch nach den Ereignissen des Zweiten Weltkrieges die Frage nach dem Bestand und der Struktur der deutschen Sprache im Ausland nicht vergessen hat, scheint die Literaturwissenschaft das Arbeitsfeld der deutschen Minderheitenliteraturen in aller Welt aus den Augen verloren zu haben. Erst in den letzten Jahren, vor allem auch unter dem Einfluss der deutschsprachigen Germanistik des Auslandes, zeichnen sich Bereitschaft und erste Bemühungen der Forschung ab, deutschsprachige Literatur des Auslands wieder wahrzunehmen und in die literaturwissenschaftliche wie kulturgeschichtliche Fragestellung einzubeziehen.
In dieser Phase einer Wiederentdeckung der auslandsdeutschen Literatur als Lektüre und Forschungsgegenstand ist es sachliche Erfordernis, auf die literaturwissenschaftlichen Leistungen des Innsbrucker Ordinarius für Ältere deutsche Sprache und Literatur Prof. Dr. Dr. h. c. Karl Kurt Klein hinzuweisen, vor allem wieder auf sein wichtigstes Werk aufmerksam zu machen, die „Literaturgeschichte des Deutschtums im Ausland“ (1939).
Karl Kurt Klein, geboren 1897 in Weißkirch/Siebenbürgen und gestorben 1971 in Innsbruck, befasste sich in seinem wissenschaftlichen Lebenswerk mit Fragen der Gotengeschichte, der Siedlungs- und Sprachgeschichte der Siebenbürger Sachsen, der mittelalterlichen Sprache und Literatur in Tirol. Seine Habilitationsschrift, „Die deutsche Dichtung Siebenbürgens im Ausgang des 19. und 20. Jahrhunderts“ (1925), wird zur Grundlagenarbeit für die Geschichte der auslandsdeutschen Literatur, in der Karl Kurt Klein mit einer materialreichen literaturhistorischen-kulturgeschichtlichen Beschreibung die Entstehung und Entwicklung der deutschen Sprachinseln und ihrer Literatur im gesamten Ausland vom Mittelalter bis zum Ende der dreißiger Jahre unseres Jahrhunderts darstellt. Ohne Einschränkung kann dieses Buch zu den großen literaturgeschichtlichen Darstellungen der deutschen Germanistik gerechnet werden.
Karl Kurt Kleins „Literaturgeschichte des Deutschtums im Ausland“ ist die einzige abgeschlossene literaturhistorische Darstellung der deutschen Sprache und Literatur im Ausland. Sie ist für den interessierten Leser das unentbehrliche Nachschlagewerk und für den Literaturwissenschaftler wie Kulturgeschichtler das verbindliche Handbuch. Auch wenn das Werk 1939 vorgelegt worden ist, behält es seinen Anspruch der einzigen fachwissenschaftlichen zuverlässigen Darstellung.
Die Neuherausgabe der „Literaturgeschichte des Deutschtums im Ausland“ von Karl Kurt Klein – erweitert um die erste Bibliographie (ca. 800 Titel) zur Kulturszene der deutschsprachigen Bevölkerungsgruppe im Ausland (1945-1978) – soll mit dazu beitragen, die allgemeine öffentliche Aufmerksamkeit verstärkt auf die deutsche Sprache und Literatur im Ausland zu richten und die Wissenschaft anzuregen, ihr Aufgabengebiet um diese Literaturen zu erweitern.