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Oliver Lindner
"Solitary on a Continent": Raumentwürfe in der spätviktorianischen Science Fiction

2005, 362 S.
Reihe: Echo - Literatur im interdisziplinären Dialog, 7
ISBN: 978-3-487-12946-4
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Beschreibung
Fachgebiete

"Lindner's slightly revised dissertation is an enjoyable excursion into a literary terrain in which even science fiction experts may well feel like strangers in a strange land. And while research in so-called popular genres sometimes also tends to be just a little bit trivial, this is certainly not the case in Lindner's survey of the construction of space in late Victorian science fiction." (Dirk Vanderbeke, Anglistik 18.2/2007)

Millionenstädte, pastorale Idylle, technisierte Umwelt oder Rückkehr urtümlicher Naturzustände – die Autoren der spätviktorianischen Science-Fiction-Literatur entwarfen eine Vielzahl möglicher Zukunftsszenarien. Im krisenhaften Diskurs der anbrechenden Moderne reflektiert dieses Genre sowohl den Optimismus fortschreitender Technisierung als auch eine wachsende Besorgnis angesichts zunehmender Naturzerstörung und der Isolation des anonymen Großstadtdaseins.
Die vorliegende Studie widmet sich der Fragestellung, welche räumlichen Alternativmodelle in der Science Fiction des späten 19. Jahrhunderts konstruiert werden. Anhand von ausgewählten Werken wie Richard Jefferies’ After London: or, Wild England (1885), Matthew P. Shiels The Purple Cloud (1901) oder William Morris’ einflussreicher Utopie News From Nowhere (1890) wird aufgezeigt, dass die Entwicklung urbaner Strukturen und vor allem die Zukunftsfähigkeit der britischen Metropole London kritisch hinterfragt und das Verhältnis von Mensch und Natur neu bestimmt wird.
Interdisziplinär angelegt, leistet diese Arbeit einen umfassenden Beitrag zur bisher nur sporadisch erfolgten Erforschung der spätviktorianischen Science Fiction und beschäftigt sich darüber hinaus mit kultur- und mentalitätsgeschichtlichen Aspekten der britischen Gesellschaft an der Schwelle zum 20. Jahrhundert.