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Anja Bandau
Strategien der Autorisierung. Projektionen der Chicana bei Gloria Anzaldúa und Cherríe Moraga

2004, 263 S., Paperback
Reihe: Passagen - Passages, 3
ISBN: 978-3-487-12715-6
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Beschreibung
Fachgebiete

"Die vorliegende Untersuchung ist in vieler Hinsicht wertvoll, informativ und auch innovativ. Die bibliographischen Recherchen und Zusammenfassungen der vielen möglichen theoretischen und intertextuellen Bezüge reflektieren eine enorme intellektuelle Leistung der Verfasserin." (Marga Munkelt, Romanische Forschungen 122/2010)

Borderlands/La Frontera (1987) von Gloria Anzaldúa, Loving in the War Years (1983) und The Last Generation (1993) von Cherríe Moraga entziehen sich einer einfachen Zuordnung: Sie führen unterschiedliche Sprachcodes und Genres zusammen und sind zwischen Literatur und Theorie angesiedelt. Die Texte der mexikanisch-amerikanischen Autorinnen verfolgen diverse Strategien, um eine im Prozess des Schreibens entstehende, vielfältig verortete und gebrochene Identität zu konstituieren. In ihnen überlagern sich kulturelle Diskurse US-amerikanischer, mexikanischer und hispanoamerikanischer Provenienz. Sie prägen neue Begriffe wie New Mestiza, Borderlands/La Frontera und Queer Aztlán, die in die politische und kulturelle Emanzipationsbewegung der Chicanos in den USA feministische und ‚queere’ Positionen einschreiben und über diesen Kontext hinaus eine hohe Symbolkraft entwickeln. Im Gegensatz zu der vorherrschenden Rezeption dieser Werke als neue und traditionsunabhängige Texte zeigt die vorliegende Untersuchung, dass die Autorinnen durchaus vorhandene Strategien nutzen und mit ihnen auf Sexualitätsdiskurse und Körperkonzepte sowie anthropologische und kulturtheoretische Diskurse zurückgreifen.
Die Arbeit verbindet romanistisch-lateinamerikanistische und angloamerikanistische Fach- und Forschungskompetenz und versteht sich als Beitrag zu einer neuen kulturwissenschaftlich orientierten Literaturwissenschaft.