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Michel Henri Kowalewicz
Lessing et la culture du Moyen Age

2003, 452 S., mit 34 s/w Abb., Leinen
Reihe: Spolia Berolinensia, 23
WEIDMANN
ISBN: 978-3-615-00280-5
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Beschreibung
Fachgebiete

Man kann Lessings Beschäftigung mit dem Mittelalter als die eines „Gelehrten“ bezeichnen. Seine Arbeiten auf diesem Gebiet sind von einer interdisziplinären Begegnung zwischen Literatur, Sprache, Kunst, Philosophie und Geschichte oder ihren Hilfswissenschaften geprägt, eine Begegnung, die Lessing im Kontext der späteren Mediävistik zu entwickeln begann. Was seine theologische oder philosophische Reflexion betrifft, so hebt man meist die Bedeutung einer seiner Entdeckungen hervor (die des Berengar von Tours), aber seine Begegnung mit dem mittelalterlichen Buch hat eine viel größere Tragweite und verweist auf die Beziehungen zwischen den verschiedenen Forschungsgebieten, die heute unabhängige Disziplinen sind, aber zu seiner Zeit nur unbestimmte Strömungen innerhalb einer sehr weiten Kulturgeschichte waren. Sein ganz einzigartiger Ansatz war ausschließlich intellektuell und vom Bücherstudium geprägt und schloß jede Begeisterung für das Mittelalter aus.
Trotz dieser gewissen Kälte befaßt sich Lessing als Patriot leidenschaftlich mit der Vergangenheit der Nation, und das Mittelalter erweist sich als eine der wichtigsten Quellen bei seiner Suche nach der Identität der Nation. Diese Studie möchte Lessings Entdeckung des Mittelalters in umfassender Weise darstellen und dabei besonders den Reichtum seiner Arbeiten als herzoglicher Bibliothekar in Wolfenbüttel deutlich machen.