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Über den Verlag


Susanne Urban-Fahr
Der Philo-Verlag 1919-1938
Abwehr und Selbstbehauptung.

Hildesheim 2001, 294 S., mit 21 s/w Abb., Leinen mit Schutzumschlag
Reihe: Haskala – Wissenschaftliche Abhandlungen, 21
ISBN: 978-3-487-11413-2
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Beschreibung
Fachgebiete

Die Geschichte des in den Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens eingebundenen Philo-
Verlages (1919–1938) ist ein Spiegelbild deutsch- jüdischer Geschichte in der Weimarer Republik
und in den ersten Jahren unter nationalsozialistischer Diktatur. Der Centralverein, gegründet 1893 als Abwehrverein
gegen Antisemitismus, schuf sich mit dem Philo- Verlag ein publizistisches Instrument für seine
Arbeit. Im Centralverein und im Philo-Verlag waren die akkulturierten detuschen Juden repräsentiert,
die ihre Heimat gleichzeitig in Deutschland und in der jüdischen Kultur sahen. Sie bildeten die Mehrheit innerhalb der deutschen Juden. Die Arbeit zeigt, wie weitreichend der Centralverein über den Philo-Verlag die Abwehrarbeit gegen Antisemitismus und gegen die NSDAP organisierte, mit dem Ziel, Demokratie und gesellschaftlichen
Frieden in der Weimarer Republik zu erhalten. Nach der Machtübergabe an die NSDAP im Januar 1933 mußten Verlag und Centralverein ihre Strategie ändern. Der Philo-Verlag stellte mit seinen Veröffentlichungen den vor den Trümmern ihres bisherigen Lebens stehenden deutschen Juden praktische Ratgeber und geistige Orientierungshilfen, aber auch Bücher zur Unterhaltung zur Verfügung.
Die Geschichte des Philo-Verlages zeichnet besonders die gesellschaftspolitische Entwicklung in Deutschland zwischen 1919 und 1933 nach. Es wird deutlich, daß die jüdische Minderheit – wie jede Minderheit – nicht aus sich selbst heraus erfolgreich für ihre Rechte eintreten konnte. Ohne die Unterstützung durch die Mehrheit
der Gesellschaft und deren Solidarität mußte sie mit diesem Projekt scheitern.