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Elisabeth Hipp
Nicolas Poussin: Die Pest von Asdod

2005, 516 S., mit 58 Abb.
Reihe: Studien zur Kunstgeschichte, 165
ISBN: 978-3-487-12991-4
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Beschreibung
Fachgebiete

"(…) la lecture de E. Hipp croise plusieurs hypothèses, en y incorporant la pensée poussinienne de l'art, pour construire sa vision de l'oeuvre comme une 'image votive de la peste' (Pestbild) pour un savant (…). (L)es recherches et les analyses (…) enrichissent incontestablement la compréhension du milieu dans lequel vivait et travaillait Poussin." (Milovan Stanic, Revue de l'art 154/2006-4)

Nicolas Poussins Gemälde „Die Pest von Asdod“ entstand 1630–1631 in Rom und vergegenwärtigt das Thema einer biblischen Seuche in besonders eindrücklicher Weise. Es kann als exemplarische bildliche Darstellung eines „schrecklichen“ Ereignisses gelten. Die vorliegende Arbeit untersucht Sinngehalt, Wirkungsintention und Wirkungsgeschichte des Bildes. Ikonographische, formgeschichtliche, kunsttheoretische und medizin- sowie sozialgeschichtliche Aspekte werden dabei ebenso wie theologische und bibelexegetische Zusammenhänge ausgelotet.
Vor dem Hintergrund der Pestepidemie, die Rom um 1630 bedrohte, gewinnt die Vermutung an Plausibilität, daß es sich bei dem Gemälde um ein spezifisches „Pestbild für einen Gelehrten“ handeln sollte. Gemeinhin wird angenommen, das Bild sei ohne Auftrag begonnen worden; in dieser Studie wird ein möglicher Adressat konkret vorgeschlagen. Die dem Gemälde zugeschriebene „kathartische“ Wirkung und seine moralischen Sinnebenen erhalten so einen historischen Brennpunkt. Die künstlerische Lösung, die Poussin für dieses Historienbild gefunden hat, verweist darüber hinaus auf den Problemhorizont späterer Werke des Malers. Deren strukturelle und ikonographische Komplexität ist bereits in der „Pest von Asdod“ angelegt.