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Zur Geschichte und Kultur der Juden in Ost- und Westpreussen
Herausgegeben von Michael Brocke, Margret Heitmann und Harald Lordick.

2000, 664 S., mit 39 s/w-Abb. und 2 s/w-Landkarten., Leinen mit Schutzumschlag
Reihe: Netiva - Wege deutsch-jüdischer Geschichte, 2
ISBN: 978-3-487-11026-4
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79,00 EUR
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Beschreibung
Fachgebiete

Vielfältig und wechselvoll wie die Geschichte der Provinzen Ost- und Westpreußen zeigt sich auch die Geschichte der dortigen Juden, die in diesem Band von 20 Autorinnen und Autoren nachgezeichnet werden.

Ein Überblick zur allgemeinen Geschichte der Provinzen, der bei der Einordung der regional- und lokalgeschichtlichen Studien hilft, eröffnet den Band. Neben Ausführungen über die großen jüdischen Gemeinden in Königsberg und Danzig bietet er Ansichten von Märkisch-Friedland und der bisher nicht beachteten masurischen Gemeinden Ortelsburg und Johannisburg. Die Bedeutung von Verwaltung, Schule und Wohlfahrt für die jüdische Gesellschaft wird am Beispiel der Synagogenverbände für Ost- und Westpreußen, der jüdischen Erziehung im 19. Jahrhundert, der Entwicklung und Struktur jüdischer Wohlfahrtspflege und auch der B'nai B'rith-Logen nachgegangen. Demographische und statistische Daten fehlen ebensowenig wie Lebensbilder. Hier reicht das Spektrum vom Aufklärer Isaak Abraham Euchel über die Demokratin Fanny Lewald hin zu Hannah Arendt, die Kindheit und Jugend in Königsberb verbrachte. Das abschließende Kapitel ist der Verarbeitung jüdischer Geschichte in der Literatur und im weitesten Sinne der regionalen Geschichtsschreibung gewidmet. Am Beispiel von Johannes Bobrowskis Roman "Levins Mühle" etwa wird die literarische Möglichkeit geschichtlicher Erkenntnisvermittlung überprüft.

Umfangreiche Namens- und Ortsregister erleichtern es, den Band gezielt zu nutzen und werden für manche genealogische Nachforschungen hilfreich sein. Im Anhang steht eine ausführliche Bibliographie. Der Einband bietet Karten von Ost- und Westpreußen, in denen auch die einstigen jüdischen Gemeinden zu finden sind.