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Feen-Märchen
zur Unterhaltung für Freunde und Freundinnen der Feenwelt. Textkritischer Neudruck der anonymen Ausgabe Braunschweig 1801. Transkription der handschriftlichen Grimm-Anmerkungen und Kommentar von Ulrich Marzolph. Mit einem Vorwort von Jeannine Blackwell.

Braunschweig 1801 , Reprint: Hildesheim 2000, XIV/332 S., Kartoniert
Reihe: Volkskundliche Quellen, Reihe III: Schwank, Märchen
ISBN: 978-3-487-10687-8
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Beschreibung
Fachgebiete

Die französische literarische Gattung der 'contes de fées', seit dem letzten Jahrzehnt des 17. Jahrhundert en vogue, ist eine eigentümliche Erzählform aus volksliterarischem Substrat mit höfischer Überformung. Die Rezeption dieser Erzählform fand in Deutschland erst relativ spät statt und setzte sich bis in die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts fort. Das äußerst seltene, anonym erschienene Buch 'Feen-Märchen', verlegt 1810 in Braunschweig, ist einer der letzen Vertreter der deutschen 'contes de fées'-Rezeption. Im Untertitel wendet es sich "zur Unterhaltung" an "Freunde und Freundinnen der Feenwelt". Im Vorwort erwähnt der Verfasser bzw. die Verfasserin, aus der Erinnrung Märchen nachzuerzählen, die er in seiner Jugend von seiner mittlerweile längst verstorbenen Tante gehört habe. Der Band enthält sechzehn Märchen - präsentiert im ausschmückenden Stil der Zeit -, die teils auf Motiven von Volksmärchen beruhen und oft geschickt mit literarischen Vorlagen vermengt sind: so etwa das seit den Brüdern Grimm weithin bekannte Märchen von den sieben Schwänen. In ihrem eigentümlichen Charakter stellen die 'Feen-Märchen' insbesondere aus deutscher Perspektive ein wichtiges Zwischenglied zwischen der eher literarischen Produktion früherer Jahrhunderte und der mit den Kinder- und Hausmärchen (1812/16) der Brüder Grimm beginnenden Beschäftigung mit dem aus mündlicher Überlieferung dokumentierten Erzählgut dar.