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Über den Verlag


Stefan Keym (Hrsg.); Peter Schmitz (Hrsg.)
Das Leipziger Musikverlagswesen
Innerstädtische Netzwerke und internationale Ausstrahlung.

2016, 512 S., mit zahlreichen z. T. farbigen Abb., Hardcover
Reihe: Studien und Materialien zur Musikwissenschaft, 94
ISBN: 978-3-487-15453-4
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Beschreibung
Fachgebiete

Verlage spielen in der europäischen Musikkultur eine Schlüsselrolle. Neben der Herstellung und Verbreitung von Noten nehmen sie auch durch ihre Programmpolitik, die Förderung von Komponisten, den Druck eines Großteils der Musikzeitschriften und -bücher sowie durch die Vernetzung mit anderen Musikinstitutionen (z.B. Konzerthäuser, lokal und überregional aktive Vereine) großen Einfluss auf das Musikleben.
An kaum einem Ort lässt sich dies eindrucksvoller studieren als in Leipzig. Hier erfolgte ab 1800 eine starke Konzentration des deutschen Musikalienhandels, die mit einer deutlichen Professionalisierung der Vertriebsstrukturen, Werbestrategien, Drucktechniken und Editionsprinzipien einherging. Neben dem Traditionshaus Breitkopf & Härtel etablierten sich C. F. Peters, Friedrich Hofmeister und bald eine Vielzahl weiterer Verlagshäuser, die wesentlichen Anteil am Aufstieg Leipzigs zum überregionalen Vorbild der bürgerlichen Musikkultur hatten und deren Produkte auch den internationalen Markt maßgeblich prägten.
Kein anderer Ort zeigt aber auch so dramatisch, wie sich die großen Katastrophen der jüngeren deutschen Geschichte (Weltkriege, Diktaturen, staatliche Teilung) auf das über Jahrhunderte gewachsene Netzwerk des Musikbetriebs auswirkten und zu einer gravierenden geographischen Schwerpunktverlagerung im deutschen Verlagswesen führten.
Der Band bietet die erste wissenschaftliche Gesamtdarstellung, welche die Entwicklung des Leipziger Musikverlagswesens von seinen Anfängen im 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart nachzeichnet. Viele neue Quellenfunde (vor allem aus dem Sächsischen Staatsarchiv Leipzig) werden hier erstmals dokumentiert und aus einer breiten interdisziplinären und internationalen Perspektive beleuchtet. Die 20 Beiträge stammen von Musikforschern, Historikern und Juristen, Buch- und Medienwissenschaftlern.