Diese Erinnerungen sind eine Biographie der Reiterei und Biographie eines ganz großen Reiterlebens von 1825 bis 1904, dichterisch von hohem Reiz und reiterlich von unübertroffener Bildung. Eine begnadete und passionierte Reiterpersönlichkeit schildert aus eigenem Erleben Pferde, Reiter und Reiten auf höchster Stufe. Mehr als ein Jahrhundert an Reitkultur passiert Revue in diesen Erinnerungen, die durch persönliches Erleben den Leser mit in den Bann des Zaubers der großen Ecuyers, der Kavaliere und Kavalleristen, der Künstler und Haudegen zu Pferde ziehen. Das Familienalbum einer Soldatenfamilie und Album der großen Reitkunst, Grundlegendes und Anekdotisches, wunderbare Schilderungen von namhaften Pferden und Reitern, und in allem leuchtet dieser redliche, bescheidene Mensch Alexis LHotte, der eigentlich nur im Spiegel seiner Familie, seiner Pferde und seiner Lehrer zu einer Kontur wird, der sich selbst nie richtig schildert und doch gerade dabei dem Leser näher kommt und ihn stärker bezaubert, als es die üblichen narzisstischen Berichte der Weltliteratur vermögen. (B. Schirg)