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Horst Weber
"I am not a hero, I am a composer" - Hanns Eisler in Hollywood
2012.
536 S. mit 36 Photographien, zahlr. Notenbeispielen, Personen- und Sachregister sowie Filmographie.
Gebunden
ISBN: 978-3-487-14787-1 48,00 Eur
  
"Hiermit hat Horst Weber (ehemals langjähriger Musikdozent an der Folkwang Kunsthochschule) das mit Abstand beste jener Bücher zu Eisler vorgelegt, die anlässlich dessen 50. Todestages bisher erschienen sind (…) Im Mittelpunkt steht aber nicht das Heldentum des Überlebens, sondern die Musik, die offene und verdeckte Spuren des Überlebenskampfes in sich birgt. Eine Beschreibung der Lebenswege und der Machart der Werke, die auf diesen Wegen zwischen Optimismus und Resignation, zwischen Furcht und Hoffnung entstanden sind, hat sich Weber vorgenommen und mit großer Präzision und Eleganz verwirklicht." (Peter Sühring, http://info-netz-musik)

"Wohltuend, wie gelassen und ideologiefern Weber die Figur Eisler behandelt. Einseitigkeiten, die in Zeiten des Kalten Krieges das Bild des Komponisten prägten, akzeptiert er nicht. Weber schätzt und analysiert Eisler sowohl als Schönbergschüler wie als Freund Brechts und ebenso als einen, dem die proletarische Revolution und die Theorien von Marx und Lenin alles andere als gleichgültig waren. Kein Gerede vom Komponisten der 'Spalterhymne' für die DDR und 'prosowjetischer' Kampflieder, keine einseitige Orientierung auf die Kammermusik des Schönbergschülers." (Stefan Amzoll, DeutschlandRadio Kultur, 30.11.2012)

"Horst Webers in jeder Hinsicht gewichtige Arbeit über die amerikanischen Jahre Hanns Eislers schafft, was nur selten gelingt: sie vereint nicht bloß eine breit angelegte biographische Darstellung mit einer genauen Analyse einzelner Werke, sie genügt auch jedem wissenschaftlichen Anspruch, ohne auf Lesbarkeit - auch und gerade für den Laien - zu verzichten." (Thomas Rothschild, http://faustkultur.de)

Aus der zerstörerischen Heimat flieht Eisler 1933 in die rettende Fremde, aus den USA vertreibt ihn 1948 das Committee on Un-American Activities, zurück in die zerstörte Heimat. Anziehung und Abstoßung vertauschen im Exil ihre Pole.
In Hollywood komponiert er für die Filmindustrie und kritisiert sie zugleich in seinem Buch »Komposition für den Film«; mit seiner Filmmusik ist er zwar erfolgreich, aber seine ernste Musik wird nicht beachtet; zeitweise verdient er gut, doch Schulden zehren immer wieder die Einkünfte auf. In seinen Liedern aus Hollywood beklagt er die Barbarei der Heimat und die Öde der Zuflucht.
Erzählt wird vom unsteten Leben im Exil, von den Spielregeln der Hollywood-Gesellschaft und von den politischen Hintergründen seiner Verfolgung. Interpretiert werden seine Kompositionen, seine »Kunst zu erben« und seine Ästhetik der displaced form.
Bisher unbekannte Quellen, u.a. das Protokoll seiner ersten, nichtöffentlichen Vernehmung durch das Komitee, werden vorgestellt und ausgewertet. Es entsteht das facettenreiche Bild eines melancholischen Kämpfers, der um Gradlinigkeit bemüht, doch von Widersprüchen gezeichnet war.

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In 1933 Eisler fled his destructive homeland to find safety abroad; in 1948 the Committee on Un-American Activities forced him out of the USA back to his destroyed homeland. The polarities of attraction and rejection were reversed in exile.
In Hollywood he composed for the film industry while at the same time criticising it in his book Composing for the Films. His film music may have been successful but his serious music was ignored. Sometimes he made money, but his income was continually swallowed by debts. In the songs he wrote in Hollywood he laments the barbarism of his native country and the desolation of his refuge.
This is the story of an unsettled life in exile, of the rules of the Hollywood game and of the political background to Eisler’s persecution, with interpretations of his compositions, his “art to inherit” and his aesthetic of the displaced form.
Previously unknown sources, including the report of Eisler’s first unpublished interrogation by the Committee, are reproduced and evaluated, creating a multi-faceted picture of a melancholy fighter who longed for things to be straightforward but was characterised by contradictions.

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