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Petrus Dasypodius
Dictionarium latinogermanicum
(Voces propemodum universas in autoribus Latinae linguae probatis... Germanice explicans... Germanicae Dictiones Iuxta Seriem literarum digestae, expositaeque vocabulis Latinis.)
Straßburg 1536. 2. Reprint: Hildesheim 1995. Mit einer Einführung von Gilbert de Smet.
X/982 S.
Leinen
Reihe: DOCUMENTA LINGUISTICA 1: WÖRTERBÜCHER DES 15. UND 16. JAHRHUNDERTS
Auch als e-Publikation erhältlich
ISBN: 978-3-487-05325-7 178,00 Eur
  
Absicht des Straßburger Lehrers Petrus Dasypodius (Peter Hasenfuss) war, „die alten, schmutzigen Gemmae auszustechen und auf diese Weise deren Barbarismen durch das genuin klassische Latein zu ersetzen“. Mit dem 1536 erstmals veröffentlichten zweiteiligen Dictionarium hat der Verfasser sein Ziel in jedem Fall erreicht: bereits zwischen 1536 und 1600 erschienen mindestens 19 Auflagen und in späterer Umarbeitung in einen Dasypodius Catholicus durch den Kölner Drucker P. Metternich 8 weitere Editionen.
Dasypodius' Werk verzeichnete einen so großen Erfolg und übte überdies einen länderübergreifenden Einfluss (auf Tschechien und die Niederlanden) aus, dass man es ohne Übertreibung als Ausgangspunkt der modernen Lexikographie im deutschsprachigen Gebiet und als das Schulwörterbuch im 16. Jahrhundert in Deutschland titulieren kann.

The aim of the Strasbourg teacher Petrus Dasypodius (Peter Hasenfuss) was “to prise out the old, dirty gems and replace their barbarisms with the true classical Latin.” In his two-part Dictionarium, first published in 1536, he achieved this goal by anybody’s standards: between 1536 and 1600 alone the work went through at least 19 editions and a further 8 editions appeared reworked by the Cologne printer P. Metternich as Dasypodius Catholicus.
Dasypodius’ work was so successful and had such international influence (in the Czech lands and the Low Countries), that it is no exaggeration to call it the beginning of modern lexicography in the German-speaking region and the school dictionary of 16th-century Germany.