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Cornelia Pechota Vuilleumier
Heim und Unheimlichkeit bei Rainer Maria Rilke und Lou Andreas-Salomé
Literarische Wechselwirkungen.
2010.
408 S. mit 27 Abbildungen, davon 5 farbigen.
Gebunden
Reihe: GERMANISTISCHE TEXTE UND STUDIEN Band 85
ISBN: 978-3-487-14252-4 58,00 Eur
  
"Sachlich-thematisch ist das Buch sehr gut fundiert und in der Sekundärliteratur bestens bewandert. Die Autorin kennt auch die entlegensten Texte beider Autoren und weiß die Wechselwirkung zwischen beiden - in beiderlei Richtung - gut zu belegen (…) Der Verlag hat den Band hervorragend ausgestattet und reich mit Bildern versehen." (Peter Dettmering, in: Freiburger literaturpsychologische Gespräche. Jahrbuch für Literatur und Psychoanalyse, Bd. 30, 2011)

"Aus der Menge vergleichbarer Bände sticht der den 'literarischen Wechselwirkungen' zwischen den Werken der beiden LiteratInnen nachgehende Band nicht zuletzt durch sein ganz außergewöhnliches close reading sowie durch eine detaillierte Interpretation der Primärtexte hervor. Insbesondere die beiden 'Haus'-Texte Rilkes und Andreas-Salomés dürften bislang nur in wenigen Studien einer ähnlich intensiven Lektüre unterzogen worden sein. Zudem durchstöberte Pechota Vuilleumier für ihre Untersuchung einen umfangreichen Quellenfundus, darunter etliche Archivalien, was zu manch interessanter Entdeckung führte." (www.literaturkritik.de, Nr. 10/2010)


Während Rainer Maria Rilke (1875-1926) aus der Begegnung mit der vor ihm berühmten Schriftstellerin Lou Andreas-Salomé (1861-1937) zu jenem großen Poeten heranwuchs, als den wir ihn bewundern, verblasste der Status der Freundin als Dichterin proportional zum Ruhm des vierzehn Jahre jüngeren Freundes. Als einfühlsame Muse und Beraterin des Dichters blieb Lou für die Rilke-Forschung zwar eine unverzichtbare Referenz, doch gerieten ihre eigenen, einst viel gelesenen Werke durch die tradierte Betonung ihrer mütterlichen Hilfeleistung zunehmend aus dem Blick.
Rilkes Beziehung zu Lou als Übertragung einer ursprünglich negativen Mutter-Imago auf ein wegweisendes Mutterideal wird in diesem Buch voll gewürdigt, doch kommt neben der kongenialen Ansprechpartnerin auch die selbst schreibende Frau zu Wort, die sich im intersubjektiven Austausch mit ihrem geistigen Sohn von ihm inspirieren ließ. Im thematischen Bereich von Heim und Unheimlichkeit spürt die Studie den Wechselwirkungen nach, die das Paar literarisch verbinden. Zur Erhellung der Ergebnisse, die neben verwandten Gedanken auch Unterschiede sichtbar machen, dienen Tagebücher, Briefe und andere Selbstzeugnisse.

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While Rainer Maria Rilke (1875-1926) grew from his meeting with the already famous Lou Andreas-Salomé (1861-1937) into the great poet whom we admire today, her own stature as a poet faded in proportion to the growing fame of the friend who was fourteen years her junior. As the poet’s empathetic muse and mentor Lou may remain an indispensable reference point for Rilke scholars, but her own works, once widely read, have increasingly disappeared from view due to the emphasis laid by generations of scholars on her role as maternal helpmeet.
Rilke’s relationship with Lou as the translation of an initially negative mother-image into a landmark maternal ideal is given its full due in this book, but the woman as writer, herself inspired by her spiritual son through their inter-subjective exchange, is given as much credit as the congenial conversationalist. The study uses the themes of home and of the uncanny to trace the mutual influences which connect the couple in literary terms. Diaries, letters and other (auto)biographical documents serve to illustrate the study’s conclusions, highlighting both similarities and differences.

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