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Gesa Singer
Bernhard Joseph Docen (1782-1828) und sein Beitrag zur frühen Germanistik
Eine biographisch orientierte wissenschaftsgeschichtliche Untersuchung.
2010.
434 S.
Kartoniert
Reihe: GERMANISTISCHE TEXTE UND STUDIEN Band 86
ISBN: 978-3-487-14497-9 39,80 Eur
  
Der Germanist Bernhard Joseph Docen (1782-1828) arbeitete als Kustos an der Königlichen Hof- und Staatsbibliothek in München und erwarb sich besondere Verdienste in der Sichtung und Publikation alter Handschriften und Bücher. Obwohl er in brieflichem und persönlichem Austausch mit namhaften Gelehrten, Schriftstellern und Verlegern seiner Zeit stand, ist Docen selbst in Fachkreisen heute weitgehend unbekannt.
Die vorliegende Studie ist die erste umfassende biographisch-wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Werk Docens, dessen Beitrag zur Etablierung des Faches Germanistik auch anhand von neueren Archivfunden nachgewiesen wird. Dabei geraten die zur Herausbildung der Disziplin entscheidenden Sozialfaktoren und Kommunikationsweisen in den Blick, die Docens problematische Stellung im Kreise namhafter Fachbegründer wie Jacob und Wilhelm Grimm, Karl Lachmann oder Friedrich Heinrich von der Hagen begründete und welche die Widrigkeiten seines Forscherlebens prägten. Docens vielfältige Entdeckungen und Beiträge zur Deutschen Philologie (z.B. zum Minne- und Meistersang, insbesondere zu Wolfram von Eschenbach) werden im Spannungsfeld ihrer Entstehung und Rezeption erörtert. Ein umfassendes Verzeichnis von Docens Werken ergänzt die Untersuchung.

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The Germanist Bernard Joseph Docen (1782-1828) was curator of the Court and State Library in Munich and achieved particular merit in the classification and publication of old manuscripts and books. Although he was in written and personal contact with well-known scholars, writers and publishers of his age, Docen is largely forgotten today, even among experts in his field.
This book is the first comprehensive biographical and academic study of Docen’s work and also uses newly-discovered archival material to illustrate his contribution to the establishment of German studies as an academic discipline. There is a particular focus on the social factors and methods of communication decisive to the development of the discipline, which account for Docen’s problematic status among well-known founders of German studies such as Jacob and Wilhelm Grimm, Karl Lachmann and Friedrich Heinrich von der Hagen, and which characterised the adversities of his life as a researcher. Docen’s many discoveries and contributions to German philology (e.g. on Minnesang and Meistersang, especially on Wolfram von Eschenbach) are examined in the conflicting contexts of their creation and reception. A comprehensive bibliography of Docen’s works completes the study.