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Kurzbeschreibung
Gerard Radnitzky
Das verdammte 20. Jahrhundert
Erinnerungen und Reflexionen eines politisch Unkorrekten.
2006.
353 S. mit 18 Abb.
Pappband
Reihe: LEBENSBERICHTE - ZEITGESCHICHTE
Vergriffen. Neuaufl. geplant! / Out of print. New ed. in preparation!
Verlag: Olms Presse

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ISBN: 978-3-487-08460-2 19,80 Eur
  
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Leseprobe

Der Wissenschaftstheoretiker und Philosoph Gerard Radnitzky (1921-2006) zählt zu den profiliertesten Denkern seiner Generation, der zahlreiche jüngere Autoren und Wissenschaftler bis in die Gegenwart hinein beeinflußt hat. Schon früh entwickelte sich Radnitzky zu einem freigeistigen Intellektuellen, der das Individuum gegen jede Art von kollektivistisch-totalitärer Versuchung verteidigte.
Seine langerwartete Autobiographie fesselt den Leser durch seine lebendige Erzählweise bis zum Schluß. Als Jugendlicher erlebte Radnitzky die Umgestaltung seiner Heimat, der Tschechoslowakei, in ein totalitäres System. Seine späteren Erfahrungen im Nationalsozialismus nehmen in seinem Buch ebenso breiten Raum ein wie seine Zeit als Kampfpilot und Jagdflieger in der Luftwaffe während des Zweiten Weltkriegs, die in seiner kühnen Desertion nach Schweden im April 1945 endete. Radnitzky beobachtet eine schleichende Verwandlung der Bundesrepublik in einen „Glaubensstaat“ mit festen Ritualen und entlarvt schonungslos die Betroffenheitsrhetorik unserer Spitzenpolitiker.

„Die denkerische Brillanz Professor Radnitzkys schließt lückenlos an die seines Kollegen und Freundes Karl Popper an. Die Lebensreise, zu der hier eingeladen wird, ist ein intellektuelles Fest und ein faszinierendes - oft auch schockierendes - Hintergrundbild des 20. Jahrhunderts.“
(Roland Baader, Autor von Kapital am Pranger und Die belogene Generation)


The philosopher and proponent of the theory of knowledge Gerhard Radnitzky (b. 1921) is one of the most prominent thinkers of his generation, who has exercised an ongoing influence on numerous younger writers and scholars. He developed early on into a free-thinking intellectual who defended the individual against every kind of temptation to collectivism and totalitarianism.
His long-awaited autobiography grips the reader throughout with its lively style. At a young age, Radnitzky lived though the transformation of his native Czechoslovakia into a totalitarian system. His later experiences under National Socialism are given plenty of space in his book, as is his time as a fighter pilot in the Luftwaffe, which ended with his bold decision to desert to Sweden in April 1945. Radnitzky observes a creeping transformation of Germany into a ‘religious state’ with established rituals and ruthlessly unmasks our top politicians’ rhetoric of concern.

‘The brilliance of Professor Radnitzky’s thinking forms a seamless whole with that of his colleague and friend Karl Popper. The journey through life on which we are invited to join him here is an intellectual treat and a fascinating - often shocking - portrayal of the backdrop to the 20th century.’
(Roland Baader, author of Kapital am Pranger and Die belogene Generation)

"Ein lesenswertes Buch [...], das jedem Politikwissenschaftler nur empfohlen werden kann. [Es] gelingt dem Autor auf sehr erfrischende und intellektuelle Weise die Makrogeschichte des vergangenen Jahrhunderts mit seiner Mikrogeschichte zu verbinden." (In: Zeitschrift für Politikwissenschaft, 2/2007)

"Radnitzkys Autobiographie ist durchzogen von allgemeinen lebensphilosophischen und erkenntnistheoretischen Weisheiten und gewürzt mit Bonmots, sie funkelt von Geist und Bosheit (…) Die Erinnerungen dieses kämpferischen Individualisten, Weltmanns und Gelehrten, der auch regelmäßig für diese Zeitung geschrieben hat, fordern einen Leser mit einem guten geistigen Verdauungsvermögen und Sinn für Sarkasmen. Man liest diese Reflexionen manchmal mit Widerspruch - aber immer mit Gewinn." (Gerd Habermann, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8.1.2007)

"Radnitzky schreibt mit logischer Schärfe und spitzer Feder, er bietet mit seinen Ausflügen in die Zeitgeschichtsschreibung viele lehrreiche, provozierende Korrekturen, die dazu dienen sollen, die Geschichtsklitterungen unter der Ägide der politischen Korrektheit in Frage zu stellen (etwa zum Thema Luftkrieg). Das solide gearbeitete und preiswerte Buch präsentiert reichlich Stoff zum Nachdenken und plädiert dafür, Wahrheit nicht durch Mythen zu ersetzen." (FKBF, 6/2007)